Was ist Skonto – Buchhaltung leicht erklärt
Veröffentlicht am: 10.05.2022
Letzte Aktualisierung: 21.04.2026
Wird ein Preisnachlass auf einen Rechnungsbetrag gewährt, spricht man vom Skonto. Rechnungsempfänger erhalten damit die Möglichkeit, einen geringeren Betrag zahlen zu müssen, wenn sie die Rechnunginnerhalb einer bestimmten Frist begleichen.
In Unternehmen, vor allem in KMU, wird er eingesetzt, um das Liquiditätsmanagement zu unterstützen und für eine verlässliche Zahlung von Rechnungen zu sorgen. Hierfür formulieren Sie einfach einen entsprechenden Zusatz auf der Rechnung.
INHALTSVERZEICHNIS
- Was ist Skonto
- So funktioniert Skonto in der Praxis
- Das Konzept des Lieferantenkredits
- Skontofrist, Skontosatz & Zahlungsziel – Begriffsklärung
- Skonto vs. Rabatt: Was ist der Unterschied?
- Kundenskonto vs. Lieferantenskonto
- Wie Skonto in der Buchhaltung erfasst wird
- Lohnt es sich, Skonto in Anspruch zu nehmen?
- Risiken und häufige Fehler
- Wie digitale Zahlungen bei der Verwaltung von Skontofristen helfen
- Wichtige Erkenntnisse für deutsche KMU
Was ist Skonto
Der Begriff des Skontos entstammt dem italienischen “sconto”, was soviel wie “Rabatt” oder “Nachlass” bedeutet. Erfolgt die Zahlung einer Rechnung innerhalb einer Frist, die kürzer als das eigentliche Zahlungsziel ist, wird vom Gesamtbetrag ein Nachlass abgezogen.
So erhalten Sie als Rechnungsaussteller eine schnellere Zahlung von ihren Kunden und verbessern die Liquidität, als Rechnungsempfänger müssen Sie weniger zahlen. Es ist somit ein zeitbedingter Nachlass.
Oft lesen Sie zum Beispiel “4 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen”. Beträgt in diesem Fall also der Gesamtrechnungsbetrag 100 Euro, so erhalten Sie 4 Euro Ermäßigung bzw. müssen nur 96 Euro bezahlen, wenn Sie dies innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum tun.
Zu beachten ist, dass ein Skonto auch gestaffelt gewährt werden kann.
Das heißt, dass für verschiedene Zeiträume unterschiedliche Skonto-Höhen gesprochen werden. Bezahlen Sie zum Beispiel innerhalb von 20 Tagen, erhalten Sie 3 % Skonto, innerhalb von 14 Tagen sind es dann bereits 4 % und innerhalb von 10 Tagen sind es sogar 5 % Skonto.
So funktioniert Skonto in der Praxis
Das Skonto findet in der unternehmerischen Praxis häufig Anwendung. In der Regel wird es vom Bruttorechnungsbetrag, also vom Nettobetrag plus Umsatzsteuer, berechnet und abgezogen.
Folgendes Praxisbeispiel verdeutlicht, wie das funktioniert:
- Nettobetrag: 1.000 Euro
- Umsatzsteuer von 19 %: 190 Euro
- Bruttobetrag: 1.190 Euro
- Skonto vom Bruttobetrag in Höhe von 3 %: 35,70 Euro
- Endbetrag nach Abzug des Skontos: 1.154,30 Euro
Für die Variante des gestaffelten Skontos kann eine Beispielrechnung folgendermaßen aussehen:
- Nettobetrag: 1.000 Euro
- Umsatzsteuer von 19 %: 190 Euro
- Bruttobetrag: 1.190 Euro
- Skonto nach 5 Tagen 4 %: 47,60 Euro
- Endbetrag bei Zahlung innerhalb von 5 Tagen: 1 142,40 Euro
- Skonto nach 10 Tagen 2 %: 23,80 Euro
- Endbetrag bei Zahlung innerhalb von 6 bis 10 Tagen: 1 166,20 Euro
Diese Beispiele beziehen sich auf den Abzug des Skontos vom Bruttobetrag. In der Praxis ist diese Variante üblich, es ist jedoch auch möglich, das Skonto vom Nettobetrag zu berechnen.
Das Konzept des Lieferantenkredits
Wie bereits erwähnt, spricht man in der Fachwelt bei einer gestellten Rechnung bzw. dem
Rechnungsbetrag auch von einem sogenannten Lieferantenkredit. Doch warum? Was
hat ein Rechnungsbetrag mit einem Kredit zu tun?
Die Antwort darauf ist relativ einfach: Wenn Sie eine Dienstleistung oder ein Produkt beziehen und die Rechnung dafür nicht sofort, sondern innerhalb einer bestimmten Frist begleichen müssen, dann ist dies buchhalterisch betrachtet ein Kredit von Seiten des Lieferanten.
Denn während der gewährten Zahlungsfrist, hat die oder der Lieferant seine Leistung bereits erbracht, Sie jedoch noch nicht dafür bezahlt. So betrachtet, verfügen Sie über Geld, dass eigentlich gar nicht (mehr) Ihnen gehört.
Dieser Zahlungsaufschub in Form der Zahlungsfrist ist eine Form der kurzfristigen Finanzierung. Käufer können während dieser Zeit finanzielle Engpüsse überbrücken, etwa um laufende Kosten zu decken, und schonen die eigene Liquidität. Dazu haben sie keine vertraglichen Pflichten gegenüber dritten Insitutionen, etwa Banken oder Kreditunternehmen.
Skontofrist, Skontosatz & Zahlungsziel – Begriffsklärung
Im Zusammenhang mit Skonti werden Sie immer auch wieder einmal mit den Begriffen „Skontofrist“, „Skontosatz“ und „Zahlungsziel“ in Kontakt kommen. Daher möchten wir uns kurz die Zeit nehmen und Ihnen diese ebenfalls kurz erklären.
Skontofrist
Die Skontofrist definiert die Anzahl Tage, für die der gewährte Skonto gewährt wird. Sie beginnt ab dem Rechnungsdatum. Üblicherweise liegt diese Frist bei 10 bis 14 Tagen, es gibt aber Branchen oder spezielle Angebote mit Skontofristen von 7 Tagen.
Beim gestaffelten Skonto gibt es mehrere Fristen, zum Beispiel 5 und 10 Tage, bei denen unterschiedliche Prozentsätze für das Skonto angesetzt werden. Das soll Käufern einen finanziellen Anreiz für eine möglichst frühzeitige Zahlung bieten.
Wenn Sie also 2 % Skonto für die Begleichung einer Rechnung innerhalb von 10 Tagen angeboten bekommen, dann beträgt die Skontofrist 10 Tage. Zahlen Sie in diesem Zeitraum, erhalten Sie einen Nachlass von 2 % auf den Bruttobetrag der Rechnung.
Skontosatz
Der Skontosatz wiederum definiert die Höhe der gewährten Ermäßigung in Prozent. In der Praxis sind Skontosätze zwischen 2 % und 3 % üblich, aber auch hier ist es möglich, höhere oder niedrigere Prozentsätze zu bestimmen.
Im oben genannten Beispiel wäre der Skontosatz in diesem Fall 2 % des Rechnungsbetrages. Zahlt der Rechnungsempfänger also innerhalb von 10 Tagen, zieht er die 2 % automatisch vom Zahlungsbetrag ab und entrichtet den reduzierten Rechnungsbetrag an den Rechnungsaussteller.
In manchen Fällen, vor allem bei Geschäften mit hohem Umfang oder wenn eine besonders schnelle Zahlung gewünscht ist, liegt der Skontosatz bei mehr als 3 %. Generell liegt der Skontosatz im Ermessen des Rechnungsausstellers. Eine Verbindliche Vorgabe gibt es nicht, lediglich die genannten Richtwerte.
Zahlungsziel
Das Zahlungsziel bezeichnet das konkrete Datum, das festlegt, bis wann eine Rechnung beglichen werden muss. Der Zeitraum, der für die Zahlung zur Verfügung steht, gilt als Zahlungsfrist.
Für die Bestimmung des Zahlungsziels auf der Rechnung gibt es verschiedene mögliche Formulierungen. Dazu gehören Zusätze wie “Zahlbar sofort und ohne Abzug”, “Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag bis zum 30.06. auf das o. g. Konto” oder “Der Rechnungsbetrag ist fällig mit Zugang, spätestens jedoch am 30.06.”.
So könnte im oben genannten Beispiel zum Beispiel das Zahlungsziel 30 Tage sein. Sie haben entsprechend insgesamt 30 Tage Zeit, die Rechnung zu begleichen und erhalten 2% Skonto, wenn Sie die Rechnung bereits innerhalb von 10 Tagen bezahlen.
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Skonto vs. Rabatt: Was ist der Unterschied?
Der Gedanke, dass es sich bei einem Skonto entsprechend um einen Rabatt handelt, ist naheliegend – jedoch nicht ganz richtig.
Denn zwischen einem Skonto und einem Rabatt besteht in der Fachwelt ein ganz klarer Unterschied: Während die Gewährung eines Skontos an einen festgelegten Zeitraum gekoppelt ist, ist ein Rabatt oftmals an eine festlegte Menge gebunden oder kann als Sonder-, Treue- sowie Aktionsrabatt gewährt werden.
Um Skonto zu erlangen, ist es erforderlich, einen bestimmten, vom Verkäufer eingehaltenen Zeitraum bei der Bezahlung einzuhalten. Skonto-Nachlässe sind zudem eher im B2B-Bereich üblich, etwa bei Industrieunternehmen und Lieferanten von Rohstoffen und Materialien.
Rabatte werden auch im B2C-Bereich häufig angeboten, beispielsweise im Einzelhandel bei sogenannten “2 für 1”– oder “50% auf den zweiten Artikel”-Angeboten. Sie werden beim Kauf von Leistungen oder Waren in größeren Mengen angeboten. Wann Sie den Rechnungsbetrag begleichen, spielt grundsätzlich keine Rolle.
Kundenskonto vs. Lieferantenskonto
Ebenfalls unterschieden wird in der Fachwelt zwischen einem sogenannten Kundenskonto und einem sogenannten Lieferantenskonto. Die Unterschiede sind relativ klar benennbar: Bei einem Kundenskonto gewährt ein Unternehmen das Skonto einer Kundin oder einem Kunden. Bei einem Lieferantenskonto gewährt der Lieferant eines Unternehmens das Skonto.
Das Kundenskonto reduziert die Umsatzerlöse für das Unternehmen. Daher ist es buchhalterisch als ein Kostenfaktor zu betrachten, da sich der Umsatz mit Gewährung eines Kundenskontos verringert.
Im Gegensatz dazu reduziert das Lieferantenskonto die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Unternehmens – der Einkauf wird günstiger und wirkt sich positiv auf die Kosten-Nutzen-Rechnung aus. Die Kostensenkung, die durch das erhaltene Lieferantenskonto erzielt wird, erhöht somit den Gewinn eines Unternehmens.
Wie Skonto in der Buchhaltung erfasst wird
Die buchhalterische Erfassung von Skonti Pflicht für Unternehmen. Sie sind gesondert auszuweisen. Als Unternehmen können Sie die Buchung entweder über das Brutto- oder das Nettobuchungsverfahren vornehmen.
Lieferantenskonti sind Anschaffungspreisminderungen und daher in der Buchhaltung bei den Positionen der Anlagen oder Vorräte abzusetzen. Als Käufer haben Sie dadurch geringere Einkaufskosten und müssen dies entsprechend verbuchen.
Haben Sie ein Skonto erhalten und nutzen Sie die Nettomethode, trennen Sie bereits bei der Inanspruchnahme zwischen dem Vorsteuerkonto und dem Konto, auf dem die Anschaffungskosten bzw. Aufwendungen verbucht werden. Die Bruttomethode funktioniert so, dass Sie das Lieferantenskonto erst als Minderung der Anschaffungskosten buchen und anschließend den Bruttobetrag um die enthaltene Vorsteuer mindern.
Kundenskonti, die Sie als Verkäufer gewähren, müssen als Erlösschmälerungen von den Umsatzerlösen abgezogen werden.
Die Netto- und Bruttovorgehensweise funktioniert auch bei gewährten Skonti. Im Rahmen der Bruttomethode verbuchen Sie das Skonto als Erlösschmälerung und ziehen die Vorsteuer vom Bruttobetrag ab. Bei der Nettomethode erfolgt ebenfalls eine Trennung zwischen Erlös- und Vorsteuerkonto direkt bei Inanspruchnahme.
Bei Kundenskonti ist zu beachten, dass sie eine Entgeltminderung darstellt. Somit müssen Sie weniger Umsatzsteuer an das Finanzamt entrichten, denn durch das gewährte Skonto verringert sich die Bemessungsgrundlage und somit die Höhe der Umsatzsteuer.
Lohnt es sich, Skonto in Anspruch zu nehmen?
Die Inanspruchnahme des Skontos lohnt sich als Käufer in den meisten Fällen. Ein großer Vorteil entsteht durch den hohen effektiven Jahreszins. Dieser Zinsvorteil ist oft sehr hoch und liegt nicht selten bei mehr als 20 %. Damit ist das Skonto deutlich günstiger als die Nutzung eines klassischen Kredits und bietet enorme finanzielle Anreize.
Darüber hinaus wirkt sich das Skonto positiv auf das Liquiditätsmanagement aus, wovon gerade auch KMU profitieren. Die frühzeitige Zahlung von Rechnungen ermöglicht es, den Cashflow zu verbessern und die Ausgaben effizienter zu steuern. Zudem reduziert die frühere Begleichung von Verbindlichkeiten die Abhängigkeit von Krediten, da Sie weniger Kapital leihen müssen und geringere Zinsaufwendungeh aben.
Mit den reduzierten Kosten durch das Skonto verbessern Sie zudem Ihre Gewinnmarge, und das ohne Preiserhöhungen oder die Steigerung von Verkaufsmengen. Gleichzeitig stärken Sie die Beziehung zu Ihren Lieferanten, da Sie einerseits Ihre Rechnungen zeitnah begleichen und diese dadurch ebenfalls einen besseren Cashflow erzielen.
Prinzipiell lohnt sich die Nutzung von Skonti immer, sofern Sie über ausreichend liquide Mittel verfügen. Das ist der Fall, wenn Ihre eigenen Kunden ebenfalls ihre Rechnungen so schnell wie möglich begleichen.
Risiken und häufige Fehler
Um die Vorteile des Skontos voll auszuschöpfen, ist es wichtig, einige Aspekte zu beachten. In der Praxis entstehen mitunter Schwierigkeiten, da es bestimmte Fehler gibt, die immer wieder auftreten.
Folgende typische Stolpersteine sind hierbei unbedingt zu vermeiden:
- Versäumnis der Skontofrist: Erfolgt die Rechnungszahlung erst, nachdem die Skontofrist abgelaufen ist, geht für den Rechnungsempfänger der Nachlass in Höhe des vereinbarten Skontos verloren. Achten Sie also darauf, die Rechnung immer innerhalb der vereinbarten Frist zu begleichen.
- Falscher Ausweis des Skontos auf der Rechnung: Auf der Rechnung sollten Sie die Zahlungsfrist, innerhalb der das Skonto gewährt wird, angeben. Auch ist es ratsam, den Skontosatz, also die prozentuale Höhe des Skontos (etwa 3 %), auszuweisen. Darüber hinaus sollten der Geldbetrag des Skontos sowie der Bruttobetrag inklusive Skontoabzug auf der Rechnung zu finden sein. Dies erhöht die Transparenz für Ihre Kunden.
- Unklare oder missverständliche Konditionen: Um Missverständnisse zu vermeiden, müssen die Bedingungen für die Skontogewährung immer klar formuliert werden. Prinzipiell gibt es keine rechtlichen Vorgaben hierzu, weshalb das Skonto auch durch eine AGB-Klausel oder die stillschweigende Übereinkunft, wenn bei früheren Rechnungen Skonto abgezogen wurde, rechtmäßig gewährt werden kann. Dennoch ist es ratsam, die Skontoregelungen immer klar zu formulieren, damit die Konditionen für beide Parteien nachvollziehbar sind.
Um Fehler zu vermeiden, sollten diese Punkte immer im Blick behalten werden. Nur so haben Sie als KMU die Chance, ihr Liquiditätsmanagement durch das Skonto zu optimieren und die positiven Auswirkungen des Skontos zu Ihrem Vorteil zu nutzen.
Wie digitale Zahlungen bei der Verwaltung von Skontofristen helfen
Durch digitale Zahlungsoptionen ist es möglich, Rechnungen zeitnah und unkompliziert zu begleichen und Skontonachlässe zu erhalten. Schnellere Zahlungsmethoden und Lösungen für die sofortige Abrechnung erleichtern das Management vorzeitiger Zahlungen.
Durch Online-Zahlungen, die Verwaltung von Geschäftskonten mit IBAN, POS-Lösungen oder digitale Wallets auf dem Smartphone ist es möglich, Rechnungen sofort und ohne großen Aufwand zu begleichen.
Wichtige Erkenntnisse für deutsche KMU
Das Skonto bietet als Preisnachlass einen direkten Anreiz zur schnelleren Zahlung von Rechnungen. Unternehmen können die Höhe des Skontos frei bestimmen und auch gestaffelte Sätze anbieten.
Für KMU ist das Skonto eine wertvolle Hilfe, um den Cashflow zu verbessern und somit ein effizienteres Liquiditätsmanagement umzusetzen. Das Gewähren von Kundenskonto fördert zudem die Zahlungsmoral und Kundentreue.
Zu beachten ist, das Skonto korrekt zu verbuchen, als Erlösschmälerung sowie als entsprechend verminderte Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. Aufwendungen. Ferner muss das Skonto auf jeder Rechnung korrekt ausgewiesen werden und es sollte der vereinbarte Zeitraum eingehalten werden.
Wer als Käufer Lieferantenskonto erhält, spart zudem direkt Kosten ein, profitiert von einem hohen effektiven Jahreszins und verbessert die Beziehung zu seinen Lieferanten.
Aufgrund dieser Vorteile ist das Skonto ein sinnvolles strategisches Instrument, insbesondere bei Eingangsrechnungen mit hohen Beträgen. Bei der Gewährung von Kundenskonto ist es ratsam, abzuwägen, ob der schnellere Zahlungseingang und die gestärkte Kundenbeziehung als wichtiger erachtet werden als die verringerten Umsatzerlöse.
Disclaimer: Bitte berücksichtigen Sie, dass der Inhalt dieses Artikels, sowie der Inhalt des Blogs von myPOS im Allgemeinen nicht als rechtlicher, finanzieller, steuerlicher oder als eine andere Art fachlicher Ratschlag interpretiert werden sollte. Sie sollten sich immer mit einem Experten beraten, bevor Sie eine Handlung vornehmen, weil die Besonderheiten Ihrer Lage wesentlich von diesen in anderen Fällen abweichen können.
Häufige Fragen
Was genau ist Skonto in der deutschen Geschäftspraxis?
Beim Skonto handelt es sich um einen Preisnachlass, der üblicherweise auf den Brutto-Rechnungsbetrag gewährt wird, wenn die Rechnung innerhalb einer festgelegten Frist beglichen wird. Es dient als Anreiz zur schnelleren Zahlung, um Zahlungsausfälle zu vermeiden und die Liquidität des Rechnungsausstellers zu verbessern.
Wann darf ein Verkäufer rechtlich gesehen Skonto anbieten?
Die Gewährung des Skontos kann jederzeit erfolgen, sofern dies auf freiwilliger BAsis erfolgt. Höhe des Skontos sowie die Skontofrist dürfen vom Verkäufer frei bestimmt werden. Das Skonto kann auch gestaffelt gewährt werden, also mit unterschiedlichen Prozentsätzen bei bestimmten Zahlungsfristen (z. B. 5 % bei Zahlung innerhalb von 3 Tagen, 3 % bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen).
Wie wird Skonto auf einer Rechnung ausgewiesen?
Das Skonto ist auf der Rechnung aussagekräftig und transparent darzulegen. Kunden müssen der Rechnung entnehmen, wie hoch der Prozentsatz und der Geldbetrag des Skontos ist, innerhalb welcher Frist es gewährt wird und wie der Endbetrag nach Abzug des Skontos aussieht.
Wie wird Skonto im Hinblick auf die Umsatzsteuer behandelt?
Der Abzug von Skonti wirkt sich für den Verkäufer mindernd auf den Umsatzerlös aus. Somit müssen Steuerpflichtige weniger Umsatzsteuer an das Finanzamt entrichten, denn diese wird prozentual vom Netto-Rechnungsbetrag ermittelt.
Kann Skonto nach einer Teilzahlung gewährt werden?
Prinzipiell kann das Skonto auch nach einer Teilzahlung gewährt werden, sofern dies mit den Geschäftsbedingungen des Verkäufers oder der vertraglichen Vereinbarung übereinstimmt. Es muss somit ausdrücklich vereinbart werden, ein automatischer Skontoabzug, wenn dies nicht explizit bestimmt wurde, ist nicht zulässig. In der Praxis ist das Skonto allerdings meistens an den vollständigen Rechnungsausgleich innerhalb einer vereinbarten Frist gebunden.
Ist Skonto in B2B-Transaktionen üblich?
Das Gewähren von Preisnachlässe in Form von Skonti ist im B2B-Bereich weit verbreitet. Dort findet es sich häufiger als im B2C-Bereich, in dem eher andere Nachlassformen wie Rabatte, die einen mengenbedingten Nachlass darstellen, oder Boni, die erst im Nachhinein gewährt werden.



