Dynamische Währungsumrechnung: Ein umfassender Leitfaden für Unternehmen
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Dynamische Währungsumrechnung: Ein umfassender Leitfaden für Unternehmen

Die dynamische Währungsumrechnung, auf Englisch “Dynamic Currency Conversion” (DCC) genannt, ist eine Zahlungsoption, die Kunden international die Möglichkeit bietet, Käufe in ihrer Heimatwährung zu tätigen.

Diese Dienstleistung, die einen festen Wechselkurs und Gewissheit über den endgültigen Rechnungsbetrag bietet, ist im deutschen Tourismus-Gastgewerbe sowie in Einzelhandelsgeschäften, die sich an Landesgrenzen befinden, ein Zahlungsweg von wachsender Tragweite.

Damit Unternehmen und Kunden den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen können, muss man zunächst verstehen, wie der Dienst funktioniert und ob Rückbuchungsrisiken bestehen. Diese und weitere Informationen über alle Themen rund um die DCC erhalten Sie in diesem Blog-Eintrag.

Was ist dynamische Währungsumrechnung?

Bei der dynamischen Währungsumrechnung handelt es sich um einen Zahlungsdienst, der von Acquirern und ihren Händlern angeboten wird. Mit diesem Dienst können ausländische Karteninhaber wählen, ob sie an einem Point of Sale (POS) in der Landeswährung oder in ihrer Rechnungswährung bezahlen möchten.

Die DCC-Option schafft mehr Klarheit über den Preis, den der Karteninhaber in seiner Heimatwährung zahlen muss. Er hat die Möglichkeit, den Kaufbetrag in beiden Währungen zu vergleichen und so eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Allerdings muss beachtet werden, dass die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung immer beim Karteninhaber liegt. Der Kunde muss also aktiv wählen, ob er die dynamische Währungsumrechnung nutzen möchte oder nicht.

Die Offenlegung aller Entgelte, die Anzeige des tagesaktuellen Wechselkurses und der anfallenden Gebühren sowie die aktive Entscheidung durch den Kunden sind durch die EU-Verordnung (EU) 2019/518 vorgeschrieben. Dies dient dazu, für Kunden eine maximale Transparenz sicherzustellen.

Die dynamische Währungsrumrechnung lässt sich für aktuelle Kartentransaktionen über Chip und Pin, kontaktlose Transaktionen sowie mobile Geldbörsen wie GooglePay oder ApplePay aktivieren. Daher ist sie für In-App-Zahlungen, Online-Zahlungen oder Zahlungen per Link nutzen. Überdies können Reisende damit Bargeld in ihrer Landeswährung an Geldautomaten abheben.

Wie funktioniert die dynamische Währungsumrechnung

Wie funktioniert die dynamische Währungsumrechnung

Das Prinzip der dynamischen Währungsumrechnung besteht darin, den Betrag von der lokalen Währung in die Währung des Karteninhabers umzurechnen. Die Abwicklung einer solchen Transaktion ist einfach und erfordert nur wenige Schritte. 

Das Kartenlesegerät selbst aktiviert den Service automatisch an der POS, wenn es erkennt, dass die Karte aus dem Ausland stammt. Die einzige Handlung, der Kunde aktiv vornehmen muss, ist die Entscheidung, ob er das Angebot annehmen möchte oder nicht.

Der DCC-Dienst steht allen myPOS-Händlern kostenlos zur Verfügung. Die einzige Voraussetzung hierfür ist, dass die Rechnungswährung des Karteninhabers von uns unterstützt wird.

Um Ihnen ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, wie die dynamische Währungsumrechnung funktioniert, haben wir hier die fünf Schritte zusammengestellt, die bei der DCC-Transaktion erfolgen:

  • Schritt 1: Der Kunde steckt die Karte in das Kartenlesegerät, hält sie in die Nähe des Chip-Lesers oder nutzt die Tap-to-Pay-Option auf seinem Smartphone.
  • Schritt 2: Das Terminal erkennt die ausländische Abrechnungswährung, berechnet den Transaktionsbetrag in der Heimatwährung des Karteninhabers auf der Grundlage des aktuellen Wechselkurses und fügt die Aufschlagsgebühr hinzu.
  • Schritt 3: Auf dem Bildschirm des Kartenlesegeräts oder des PIN-Pads werden dann der Betrag in der lokalen Währung, die Rechnungswährung, der Wechselkurs und der Endbetrag angezeigt. Durch die transparente Darstellung hat der Kunde eine klare Entscheidungsgrundlage, um zu bestimmen, in welcher Währung er die Transaktion vornehmen möchte.
  • Schritt 4: Der Kunde entscheidet sich für die DCC-Option und gibt dies in das Terminal ein. Möchte er die Kartentransaktionen ohne DCC-Funktion durchführen, wird für die Währungsumrechnung in der Regel der Wechselkurs des Kartensystems zum Zeitpunkt der Abwicklung herangezogen. Der Kartenaussteller kann dann gegebenenfalls eine Gebühr für Auslandstransaktionen erheben.
  • Schritt 5: Wenn er die DCC-Option gewählt hat, werden auf dem Beleg der Kaufbetrag in der lokalen Währung, der angewandte Wechselkurs und der Betrag in der Währung des Karteninhabers angegeben. Dadurch besteht volle Transparenz hinsichtlich des Zahlungsbetrags.

Wichtig ist hier, dass der Karteninhaber vor der Autorisierung der Transaktion jederzeit die Möglichkeit hat, den Kauf abzubrechen und die Zahlung als Nicht-DDC abwickeln zu lassen.

Dynamische Währungsumrechnung vs. Standard-Währungsumrechnung

Vielen Kunden ist die Option der dynamische Währungsumrechnung nicht geläufig. Für die praktische Anwendung ist es entscheidend, zu verstehen, anhand welcher Aspekte sich die DCC und die klassische Währungsumrechnung voneinander abgrenzen lassen.

Der maßgebliche Unterschied, der die DCC von der Standard-Währungsumrechnung unterscheidet, ist die Anzeige der exakten Kosten in der Heimatwährung am POS in Echtzeit. Das bietet eine hohe Kostentransparenz, der Kunde weiß direkt beim Bezahlen, welcher Betrag abgebucht wird.

Traditionellen Umrechnungsmethoden fehlt diese Transparenz üblicherweise. Hier haben Kunden erst später einen Einblick in die Kosten, wenn diese im Kontoauszug angezeigt werden. Der Endpreis in der Heimatwährung ist dem Kunden zum Zeitpunkt der Zahlung nicht bekannt, wenn er den aktuellen Umrechnungskurs nicht kennt und die Umrechnung nicht selbst vornimmt.

Zudem werden Wechselkurse bei der dynamischen Währungsumrechnung regelmäßig aktualisiert, sodass die am POS angezeigten Kurse auf einem aktuellen Stand sind. Bei der Standard-Währungsumrechnung wird in der Regel der Tageskurs des Kartennetzwerks (zum Beispiel Visa/Mastercard) herangezogen, und der Kartenaussteller kann eine Gebühr für Auslandstransaktionen erheben.

Wechselkurse in der DCC beinhalten oft einen Aufschlag, der die Währungsumrechnungsgebühr und die Gewinnspanne des DCC-Anbieters umfasst. Bei der traditionellen Währungsumrechnung verwendet man den Wechselkurs der Bank, der üblicherweise näher an der Gewinnspanne des Finanzmarkts und am Interbankenkurs liegt.

Für Händler bietet die DCC-Option zudem die Möglichkeit zusätzlicher Einnahmen, da sie oftmals einen Teil der Umrechnungsgebühr erhalten.

Wer zahlt die DCC-Gebühr?

Die Umrechnungsgebühr, die bei der dynamischen Währungsumrechnung anfällt, wird vom Karteninhaber getragen. Die Gebühr beträgt in den meisten Fällen einen bestimmten Prozentsatz des Transaktionsbetrages. Sie wird vom DCC-Anbieter festgelegt.

Kunden erhalten grundsätzlich eine Information über die Gebühr und ihre Höhe, bevor Sie sich für oder gegen die DCC-Option entscheiden. Diese Einsicht in Echtzeit dient als Grundlage für die Entscheidung.

Für Händler fällt hingegen keine Umrechnungsgebühr an. In einigen Fällen erhält er sogar einen Teil der vom Kunden entrichteten Gebühren, sodass sich durch das Angebot der DCC-Option ein zusätzlicher Umsatz ergeben kann.

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Vorteile von DCC für deutsche Unternehmen

Die dynamische Währungsumrechnung bringt sowohl für Unternehmen als auch für Kunden zahlreiche Vorteile mit sich, sodass beide Seiten davon profitieren. Vor allem KMU nutzen einige Vorzüge aus, wenn Sie diesen Service für internationale Kunden anbieten. 

Hier einige Beispiele für die wichtigsten Vorteile, die die dynamische Währungsumrechnung bietet:

  • Erhöhte Umsatzchancen: Händler profitieren davon, die dynamische Währungsumrechnung anzubieten, da sie von den Wechselkursgebühren eine anteile Rückvergütung als Margenbeteiligung erhalten. Gleichzeitig erhalten Sie den garantierten Umsatz durch die Transaktion. Vor allem für KMU wie etwa Einzelhändler in grenznahen Regionen, schafft dies einen attraktiven finanziellen Mehrwert.
  • Mehr Kundenzufriedenheit und -treue durch verbesserte Transparenz: Indem Sie Ihren Kunden gegenüber flexibel und transparent sind und ihnen mehr Optionen bieten, schaffen Sie ein besseres Einkaufserlebnis für Ihre Kunden. Dies wiederum erhöht die Treue Ihrer Kunden und regt zu wiederholten Einkäufen an.
  • Vergleich des Betrags in beiden Währungen: Dank der Möglichkeit, den Kaufbetrag sowohl in der lokalen Währung als auch in ihrer eigenen Währung zu sehen, können die Kunden den Umrechnungskurs beurteilen und eine fundierte Entscheidung darüber treffen, welche Option ihnen besser gefällt.
  • Festgelegter Wechselkurs beim Bezahlvorgang: Einer der wichtigsten Vorteile von DCC-Transaktionen ist der feste Wechselkurs. Dadurch wissen die Kunden zum Zeitpunkt des Kaufs genau, welchen Betrag sie bezahlen, ohne sich um die Umrechnung in mehrere Währungen oder die Umrechnungskurse kümmern zu müssen.
  • Weniger währungsbedingte Streitfälle: Bei DCC-Transaktionen besteht ein geringeres Risiko von Rückbuchungen, denn Kunden wissen beim Kauf, wie hoch die Kosten in ihrer Heimatwährung sind.

Sowohl Kunden als auch Unternehmen genießen somit Vorteile durch die dynamische Währungsumrechnung. Insbesondere für KMU bietet die DCC-Optionen einen internationalen Wettbewerbsvorteil, da sie Kunden aus anderen Ländern gezielt erreichen können, ohne dafür einen großen Mehraufwand aufbringen zu müssen.

Vorteile von DCC für internationale Kunden

Nicht nur Unternehmen profitieren von der Implementierung einer DCC-Option für die Zahlung. Auch internationalen Kunden bietet die Möglichkeit des Bezahlens in ihrer Heimatwährung im Ausland mithilfe der dynamischen Währungsumrechnung einige Vorzüge. 

Diese sind vor allem auf funktionaler Ebene zu erkennen:

  • Mehr Komfort bei der Zahlung: Für Käufer fällt das selbstständige Umrechnen von Fremdwährungen in Ihre Heimatwährung weg. Sie erhalten den Kaufbetrag direkt in der ihnen vertrauten Währung angezeigt. Das ermöglicht ein müheloses Zahlungserlebnis, sowohl bei Online-Käufen bei ausländischen Händlern als auch im Rahmen von persönlichen Einkäufen in anderen Ländern.
  • Transparenz: Durch DCC erhalten Kunden den Transaktionsbetrag in Echtzeit angezeigt. Dies beinhaltet sowohl den aktuellen Tageswechselkurs als auch anfallende zusätzliche Gebühren. Kunden sehen direkt am POS, was sie zahlen werden, sodass spätere Überraschungen beim Blick auf den Kontoauszug wegfallen. Dies bietet mehr Planungssicherheit.
  • Entscheidungsfreiheit und Kontrolle: Die Wahl der Umrechnungsform obliegt immer dem Kunden selbst. Er entscheidet, ob er in der Heimatwährung oder in der Landeswährung zahlen möchte. Dadurch behält der Kunde stets die Kontrolle über die Zahlungsmöglichkeit.

Vor allem für Geschäftsreisende und Menschen, die viel im Ausland unterwegs sind, bietet die DCC eine vereinfachte Form der Ausgabenkontrolle. Dies erleichtert zum Beispiel die Planung des Reisebudgets und die Spesenabrechnung.

Risiken und Missverständnisse rund um DCC

Obwohl die dynamische Währungsumrechnung für Unternehmen und internationale Kunden mehrere Vorteile schaff, wird sie mitunter von Verbraucherschutzorganisationen kritisiert. Bedenken betreffen vor allem die erhobenen zusätzlichen Gebühren, die mit jeder Transaktion einhergehen.

Kunden sind daher manchmal unsicher, ob die DCC-Option oder die klassische Währungsumrechnung sinnvoller ist und befürchten Mehrkosten. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Gebühren nahezu immer anfallen, denn auch die eigene Bank berechnet meistens eine Währugnsumrechnungsentgelt.

Um Verbraucher vor unklaren Kostenstrukturen zu schützen, hat die EU die Verordnung (EU) 2019/518 (jetzt 2021/1230) erlassen. Sie verpflichtet Händler, Betreiber von Geldautomaten sowie Anbieter von POS-Terminals, den Wecheslkurs, den prozentualen Aufschlag und den Vergleich zum REferenzkurs der EZB klar und transparent auszuweisen. Dadurch sind Kunden in der Lage, die Entscheidung über die Zahlungsweise im Ausland informiert zu treffen.

Darüber hinaus hat die EU-Richtlinie dafür gesorgt, dass Kunden aktiv zustimmen müssen, bevor die DCC-Option angewandt wird. Auch dies sorgt für eine klare Kostenkontrolle und Wahlfreiheit bei der Bezahlung.

DCC-Rückbuchungen Was Unternehmen wissen müssen

DCC-Rückbuchungen: Was Unternehmen wissen müssen

Rückbuchungen bei Transaktionen mit dynamischer Währungsumrechnung können vorkommen, wenn der Karteninhaber die Zahlung nicht anerkennt. Das kann daran liegen, dass der Kunde die Bedingungen für das DCC-Verfahren nicht vollständig verstanden oder die Option nicht selbst ausgewählt hat.

Um Rückbuchungen zu vermeiden, sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Klären Sie alle Ihre Mitarbeiter über diesen Dienst auf, damit sie wissen, wie sie sich bei der Abwicklung internationaler Transaktionen verhalten sollen.
  • Seien Sie Ihren Kunden gegenüber immer ehrlich, offen, informativ und transparent.
  • Wählen Sie die Option niemals automatisch, insbesondere nicht ohne das Wissen des Karteninhabers.
  • Nehmen Sie keinen Einfluss auf die Entscheidung Ihres Kunden, ob er den Dienst in Anspruch nehmen soll oder nicht.

Indem Sie diese Schritte beachten, Ihre Kunden fair beraten und ihnen ihre Optionen verständlich und nachvollziehbar aufzeigen, senken Sie das Risiko von Rückbuchungen deutlich. So nutzen Sie das Erfolgspotenzial der dynamischen Währungsumrechnung voll aus.

Wann ist DCC für deutsche KMU sinnvoll?

Die dynamische Währungsumrechnung eignet sich für kleine und mittelständische Unternehmen besonders dann, wenn sie im internationalen Wettbewerb bestehen und Kunden aus verschiedenen Ländern erreichen möchten. Auch für Unternehmen in grenznahen Regionen ist es oft sinnvoll, das DCC anzubieten.

Zu den Branchen, für die es besonders ratsam ist, die DCC zu implementieren, zählen die folgenden Bereiche:

  • Gastgewerbe und Hotels: Gerade in der meistens international ausgerichteten Tourismusbranche ist es ein klarer Wettbewerbsvorteil, wenn Hotels und Gastronomiebetriebe die Möglichkeit der dynamischen Währungsumrechnung anbieten. Reisende schätzen die nahtlose und unkomplizierte Transaktion in ihrer Heimatwährung oft sehr.
  • Einzelhandel in touristischen Gebieten: Auch stationäre Einzelhändler in touristisch geprägten Regionen oder in Städten, die an Länder mit einer anderen Währung angrenzen, können sich mit der Integration von DCC einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Kunden, die im Ausland Urlaub machen oder auf Geschäftsreise sind, haben so die Möglichkeit, in Geschäften einzukaufen und den Kauf in ihrer vertrauten Währung zu bezahlen. Dies kann die Kaufbereitschaft erhöhen und sich positiv auf den Umsatz auswirken.
  • Flughäfen und Transport: Flughäfen werden in vielen Fällen stark von Kunden aus unterschiedlichen Ländern frequentiert. Das komfortable DCC-Option ermöglicht es ihnen, spontane Einkäufe zu tätigen, ohne selbst eine Umrechnung vornehmen zu müssen. Dadurch wird die Bereitschaft zu Spontankäufen höher.
  • Luxus- und High-Ticket-Einzelhandel: Das Premiumsegment ist ein Wirtschaftszweig, in dem Kunden einen großen Wert auf Qualität, Service und Komfort legen. Für Geschäfte mit vielen internationalen Käufern kann es daher ebenfalls ratsam sein, DCC als Service-Option zu implementieren.

Generell lohnt sich die dynamische Währungsumrechnung speziell, wenn Sie viele Kunden aus dem Nicht-Euro-Raum haben und einen hohen Anteil an internationalen Kartenzahlungen verzeichnen. Dabei kommt es immer darauf an, die Klientel transparent zu beraten und die Optionen bei der Zahlungswährung aufzuzeigen.

Wann DCC möglicherweise nicht relevant ist

Die Einrichtung der dynamischen Währungsumrechnung ist nicht in jedem Fall erforderlich oder sinnvoll. Unternehmen, deren Kundschaft vorwiegend aus Deutschland, dem Euro-Raum oder sogar fast ausschließlich aus der näheren Region kommt, haben meistens keinen Vorteil dadurch, die DCC-Option anzubieten.

Auch Unternehmen mit einer besonders preissensiblen Klientel, die sich auf den Niedrigpreissektor spezialisiert haben, profitieren nicht unbedingt von der dynamischen Währungsumrechnung. Hier nehmen Kunden meist lieber Abstand davon, da sie die Transaktionsgebühren vermeiden möchten.

Der Onlinehandel mit der Anzeige in verschiedenen Währungen erzielt ebenfalls eher keinen Nutzen durch DCC. Hier können etwaige abweichende Kurse sogar eher für Verwirrung bei den Kunden sorgen.

Generell kann gesagt werden: Wenn DCC für Kunden nicht einen klaren Mehrwert schafft, etwa durch stärkere Transparenz, ein verbessertes Kundenerlebnis und einen höheren Komfort, ist es nicht unbedingt sinnvoll, dies anzubieten.

So aktivieren Sie DCC auf Ihrem POS-Terminal

Um Ihren Kunden die dynamische Währungsumrechnung anbieten zu können, setzen Sie sich zunächst mit einem geeigneten Zahlungsdienstleister in Verbindung. So erhalten Sie konkretere Informationen zur Integration der DCC-Option, einer möglichen Umsatzbeteiligung und zu den technischen Anforderungen, die mit der Integration der dynamischen Währungsumrechnung einhergehen.

MyPOS bietet zum Beispiel die DCC-Funktionalität auf unterstützten Terminals an.

Wenn Sie sich für einen Acquirer entschieden haben, schließen Sie mit ihm einen Servicevertrag ab. Dafür beantragen Sie die DCC-Aktivierung beim Acquirer. Im Rahmen der Kooperation werden die unterstützten Währungen, die Gebührenstruktur und die Provision für Sie als Händler festgelegt.

Nachdem dies abgeschlossen ist, erfolgt die Konfiguration Ihres Terminals. Dies ist die technische Aktivierung. Sie erfolgt über ein Remote-Update des Anbieters. Als Unternehmen müssen Sie hier nur das Update bestätigen oder Ihr Terminal neu starten.

Ist Ihr POS-System mit einer Kassensoftware verknüpft, prüfen Sie die Schnittstellen und testen, ob die DCC-Option eventuell blockiert wird und ob ein Währungsdialog angezeigt werden darf.

Anschließend folgt ein Funktionstest mit einer ausländischen Karte. Wenn das Terminal den Betrag in Euro, in der Kartenwährung, den Wechselkurs und den Gebührenhinweis enthält, war die Integration erfolgreich.

Wichtige Erkenntnisse für Unternehmen, die DCC in Betracht ziehen

Wichtige Erkenntnisse für Unternehmen, die DCC in Betracht ziehen

Die dynamische Währungsumrechnung ist ein Dienst, mit dem internationale Karteninhaber an der Kasse wählen können, ob sie in der lokalen Währung oder in ihrer eigenen Abrechnungswährung bezahlen möchten. Der Dienst schafft für Kunden aus Nicht-Euro-Ländern mehr Klarheit über die entstehenden Kosten in der Heimatwährung.

Um diesen Dienst in Anspruch zu nehmen, muss der Kunde einfach seine eigene Währung wählen, wenn die Option auf dem Bildschirm des Kartenlesegerätes erscheint. Die Händler sind ihrerseits dafür verantwortlich, ihren Kunden bei der Entscheidungsfindung bezüglich des DCC-Dienstes zu helfen, aber niemals die Option automatisch oder ohne vorherige Rücksprache mit dem Karteninhaber zu wählen.

Mit der DCC-Option erhalten gerade KMU mit internationaler Kundschaft eine Möglichkeit, ihren Umsatz zu steigern, Kunden zu binden und das Vertrauen zu stärken. Voraussetzung hierfür ist ein offener und transparenter Umgang mit dem Verfahren und eine strenge Einhaltung der EU-Richtlinie hinsichtlich Wahlfreiheit und transparenter Darstellung von Wechselkursen und Gebühren.

Disclaimer: Bitte berücksichtigen Sie, dass der Inhalt dieses Artikels, sowie der Inhalt des Blogs von myPOS im Allgemeinen nicht als rechtlicher, finanzieller, steuerlicher oder als eine andere Art fachlicher Ratschlag interpretiert werden sollte. Sie sollten sich immer mit einem Experten beraten, bevor Sie eine Handlung vornehmen, weil die Besonderheiten Ihrer Lage wesentlich von diesen in anderen Fällen abweichen können.

Häufige Fragen

Die dynamische Währungsumrechnung ermöglicht es Kunden aus Ländern mit einer anderen Währung, bei einem Einkauf in ihrer Heimatwährung zu bezahlen. Dabei erkennt das Terminal automatisch die Währung und bietet dem Kunden dies als Option an. Er entscheidet aktiv, ob er diese Option nutzt oder in der fremden Währung bezahlen möchte. Von der Standard-Währungsumrechnung unterscheidet sie sich dahingehend, dass die exakten Kosten in der Heimatwährung in Echtzeit am POS angezeigt werden, nicht erst später auf dem Kontoauszug des Kunden.

Der Wechselkurs, anhand dessen die dynamische Währungsumrechnung erfolgt, wird üblicherweise vom Anbieter des DCC-Services in Zusammenarbeit mit dem Händler festgelegt. Der Kurs wird festgelegt, wenn die Transaktion am POS-Terminal erfolgt.

Die EU-Vorschriften besagen, dass Kunden vor der Zahlung umfassend und transparent über die Wechselkurse und Gebühren informiert werden und sie dies aktiv auswählen müssen. Das bedeutet, der Kunde muss selbst die Wahl zwischen der Landes- und Heimatwährung treffen. Der Betrag muss in beiden Währungen auf dem Bildschhrm erscheinen, zudem müssen der angewendete Wechselkurs und der prozentuale Aufschlag der Gebühren klar angezeigt werden. Zudem sind Kunden klar auf ihr Wahlrecht hinzuweisen.

Bei der dynamischen Währungsumrechnung erfolgt die Abrechnung in der Heimatwährung des Kunden. Der Kaufbetrag wird direkt in dieser Währung angezeigt, was eine höhere Transparenz schafft.

Auch wenn der Kunde der DCC-Option vor Ort selbst aktiv zugestimmt, ist eine Rückerstattung grundsätzlich möglich. Karteninhaber können eine Rückbuchung initiieren, zum Beispiel wenn sie die Bedingungen für das DCC-Verfahren nicht verstanden oder die Option nicht eigenständig ausgewählt haben. Möchte ein Kunde eine fehlerhafte DCC-Zahlung reklamieren, kann er bei seiner Bank ein Rückbuchungsverfahren beantragen. Um Rückbuchungen zu vermeiden, ist es ratsam, dass Händler ihr Personal ausreichend schulen, damit diese Kunden umfassend und transparent informieren, bevor die DCC-Option angeboten wird.

Die DCC-Option ist immer nur optional aktiviert, da die EU-Richtlinien vorsehen, dass ein Kunde dem Verfahren ausdrücklich und aktiv zustimmen muss. Eine automatische Aktivierung ist daher nicht zulässig und könnte Anlass für eine Rückbuchung sein. Es ist daher wichtig, dass Händler ihre Kunden immer genau darüber informieren und ihnen die Entscheidung überlassen, ob sie dem Verfahren zustimmen.

Prinzipiell ist die dynamische Währungsumrechnung auch für Online-Zahlungen bei E-Commerce-Händlern verfügbar. Die Transaktion erfolgt hier nach den gleichen Prinzipien wie bei Zahlungen im stationären Handel.

Wenn ein Händler die DCC-Option anbietet, kann sich dies in touristischen Gebieten mit einem hohen Anteil an internationalen Kunden positiv auf Umsatz und Konversion auswirken. Kunden sehen den Endbetrag sofort in ihrer Heimatwährung, was die Unsicherheit im Hinblick auf die Wechselkurse beseitigen kann. Diese Preistransparenz kann zu einer höheren Akzeptanz und Kaufbereitschaft bei den Kunden führen.

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