Was ist eine IBAN und wo finde ich meine?
Veröffentlicht am: 19.11.2021
Letzte Aktualisierung: 21.04.2026
Wer geschäftlich in Deutschland tätig ist, Rechnungen für seine Kunden schreibt und Zahlungen im SEPA-Raum abwickeln möchte, benötigt eine IBAN. An ihr führt kein Weg vorbei, denn sie ist heute die zentrale Kennung für ein Zahlungskonto.
Zahlungen laufen mittlerweile weitgehend standardisiert ab. Zudem lassen sich Euro-Zahlungen dank SEPA-Echtzeitüberweisungen innerhalb von höchstens 10 Sekunden durchführen, wenn die Überweisung entsprechend als Echtzeitzahlung ausgeführt wird und der Zahlungsdienstleister den Dienst unterstützt. Geschäftsleute sollten daher nicht auf eine IBAN verzichten.
Für Privatpersonen ist die IBAN vor allem im nationalen Kontext relevant. Hier spielt sie eine Rolle beim Online-Banking, bei Überweisungen, Lastschriften und Rückerstattungen.
Für KMU und Freiberufler geht die Bedeutung der IBAN weit über eine formale Kontoinformation hinaus. Im ERP werden Zahlungskonten eindeutig über die IBAN zugeordnet. Überweisungen und Lastschriften können automatisiert verarbeitet werden. Und die IBAN taucht auf Rechnungen auf sowie in den Stammdaten von Kunden und Lieferanten.
Die IBAN spielt also eine wichtige Rolle für Geschäftsleute und Privatpersonen gleichermaßen. Es sollte daher unbedingt klar sein, was eine IBAN ist und wo man sie finden kann.
INHALTSVERZEICHNIS
- Was ist eine IBAN
- Wie lang ist eine IBAN?
- Wie funktionieren IBAN-Nummern?
- Beispiel für eine deutsche IBAN
- So finden Sie Ihre IBAN
- Kann man eine IBAN generieren oder berechnen?
- Wie erhält man eine IBAN?
- IBAN vs. BIC vs. SWIFT
- IBAN-Diskriminierung im SEPA
- Wann benötigen Sie IBAN und BIC in Deutschland?
- Verwendung einer IBAN für geschäftliche Zahlungen in Deutschland
- Fazit
Was ist eine IBAN?
IBAN steht für „International Bank Account Number“. Diese Nummer dient der standardisierten Kennung für einzelne Bankkonten. Die IBAN kann im nationalen und internationalen bzw. grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr verwendet werden.
Im Vergleich zu den alten Kontonummern im nationalen Format ergeben sich mit der IBAN einige Änderungen. Alle wichtigen Kontoinformationen sind hier in einer einheitlichen Struktur zusammengefasst. Das bietet Vorteile, wenn es zum Beispiel um die heute so wichtige automatisierte Verarbeitung von Zahlungen geht.
Die IBAN verweist dabei immer auf das individuelle Konto des Kontoinhabers. Es sind in der Nummer aber noch mehr Informationen versteckt. So lässt sich anhand der Bankkennung herausfinden, bei welchem Zahlungsdienstleister das Konto existiert.
Für den Zahlungsalltag in Deutschland gilt, dass die IBAN die klassische Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl praktisch ersetzt hat. Aus Sicht des Nutzers tauchen diese alten Informationen nur noch als Bestandteil der IBAN auf.
Wichtig zu wissen: Die IBAN ist so aufgebaut, dass sich viele Zahlendreher und Eingabefehler früh erkennen lassen. Ohne gültiges Mandat reicht die IBAN zudem für eine SEPA-Lastschrift nicht aus und unberechtigte Belastungen können erstattet werden.
Wie lang ist eine IBAN?
Die Länge einer IBAN ist international unterschiedlich. Prinzipiell kann sie aus bis zu 34 Zeichen bestehen. In Deutschland ist die Länge mit 22 Stellen deutlich kürzer und eindeutig geregelt.
Eine deutsche IBAN setzt sich aus vier Bestandteilen zusammen:
- Länderkennzeichen: Die ersten beiden Stellen enthalten den Ländercode. Für Deutschland lautet dieser DE. Alle deutschen IBAN beginnen mit diesem Code.
- Prüfziffer: Nach dem Ländercode folgen zwei Ziffern für die Fehlerprüfung.
- Bankleitzahl: Der dritte Bestandteil der IBAN ist die deutsche Bankleitzahl mit acht Stellen.
- Kontonummer: Die letzten zehn Stellen der IBAN sind für die Kontonummer reserviert. Sollte die ursprüngliche Kontonummer kürzer sein, werden die fehlenden Stellen mit führenden Nullen aufgefüllt. Es ist also möglich, dass alte Kontonummern im IBAN-Format deutlich länger aussehen.
Es handelt sich damit bei der IBAN nicht um eine willkürliche Zeichenfolge. Vielmehr hat jeder Bestandteil der Nummer in diesem System seinen festen Platz. Dieser strukturierte Aufbau bietet Vorteile etwa für die maschinelle Verarbeitung der IBAN.
Wie funktionieren IBAN-Nummern?
Das Funktionsprinzip der IBAN-Nummern ist im Grunde einfach zu verstehen. Alle wesentlichen Kontoinformationen sollen hier in einem standardisierten Format zusammengefasst werden. Zahlungsdienstleister erhalten die Möglichkeit, die Nummern automatisch einlesen und prüfen zu lassen. Das bietet Vorteile etwa in Hinblick auf die schnelle Verarbeitung und die Früherkennung von Eingabefehlern.
Bei den IBAN-Nummern ist es besonders wichtig, die zugrundeliegende Struktur zu verstehen. Anhand der Länderkennung ist zum Beispiel ersichtlich, in welchem Land das Konto geführt wird. Integriert sind weiterhin die Bankkennung, die Kontonummer sowie eine Fehlerprüfung. Dank dieser Struktur lassen sich Zahlungen im Online-Banking, in der Buchhaltungssoftware oder im Shopsystem automatisiert verarbeiten.
Für Deutschland ist anzumerken, dass die Umrechnung von Bankleitzahl und Kontonummer in eine IBAN nicht bei allen Zahlungsdienstleistern zwingend nach demselben Muster erfolgen muss. Es ist möglich, dass die Banken eigene Regeln entwickeln und von den Vorgaben der Deutschen Kreditwirtschaft abweichen. Diese eigenen Regeln müssen dann der Bundesbank gemeldet werden, damit sie dort in einer Übersicht zusammengeführt werden können.
Institutsindividuelle Besonderheiten sind bei der IBAN also möglich. Da es kein einzelnes Standardschema für die Umrechnung gibt, sollte man sich nicht blind auf IBAN-Rechner verlassen. Das ist auch für die Datenmigration relevant, wenn alte Kontodaten in neue Formate überführt werden.
Beispiel für eine deutsche IBAN
Folgende IBAN soll als schematisches Beispiel für eine deutsche IBAN dienen:
DE22 10010050 0123456789
Dabei ist DE das Länderkennzeichen für Deutschland, 22 ist die Prüfziffer und 10010050 die Bankleitzahl. Die Kontonummer 0123456789 ist in diesem Beispiel mit einer Null angeführt, was auch in der Praxis so vorkommen kann.
Für die Verwendung im Alltag sind einige Punkte zu beachten. So wird die IBAN häufig in Vierergruppen mit Leerzeichen dazwischen dargestellt, um die Lesbarkeit zu verbessern. Bei der technischen Verarbeitung spielen die Leerzeichen aber keine Rolle mehr.
Unterschiedliche Systeme können bei der Erfassung der IBAN unterschiedliche Formate vorsehen. Darauf ist im Alltag zu achten bei der Eintragung der IBAN in Formulare, Rechnungen oder eine Software.
Für die Buchhaltung und den Vertrieb ist die Aufschlüsselung der IBAN sehr hilfreich. Die Mitarbeiter sehen sofort, wo sie die Bankleitzahl, die Kontonummer und die Prüfziffer finden können. Auch bei der Ermittlung und Überprüfung von Kontoinformationen der Kunden und Lieferanten ist das eine Erleichterung.
So finden Sie Ihre IBAN
Die IBAN lässt sich in Deutschland auf verschiedenen Wegen ermitteln. Das Online-Banking bzw. die Banking-App sollten die erste Anlaufstelle sein. Zumeist wird die IBAN direkt beim jeweiligen Girokonto aufgeführt und ist ansonsten über die Kontodetails abrufbar. Sie sollte zudem auf dem digitalen oder gedruckten Kontoauszug zu finden sein.
Aufgedruckt ist die IBAN häufig auch auf der girocard oder auf Debitkarten. Das hängt vom jeweiligen Kreditinstitut ab. Zudem sollte die Nummer in den Vertragsunterlagen zum Konto zu finden sein bzw. in den Eröffnungsunterlagen.
Der schnellste Weg sollte im Alltag aber das Online-Banking sein. Das gilt zumindest für die eigene IBAN. Anders sieht es bei der IBAN eines Zahlungsempfängers aus. In diesem Fall sollten die Angaben auf Rechnungen, einem Briefkopf oder einem offiziellen Zahlungsformular herangezogen werden.
Für KMU ist es daher wichtig, ihre IBAN an allen relevanten Stellen zu pflegen und konsistent zu halten. Dazu gehören Angebote, Rechnungen, ERP-Systeme, Shop-Backends und Zahlungsvorlagen. Dann ist sichergestellt, dass die Kunden die IBAN zuverlässig finden können.
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Kann man eine IBAN generieren oder berechnen?
Anhand eines IBAN-Rechners ist es möglich, bestehende Kontoinformationen in eine IBAN nach standardisiertem Format umzurechnen. Benötigt werden zum Beispiel die Kontonummer und die Bankleitzahl. Eine solche Umrechnung kann etwa bei alten Stammdaten sinnvoll sein.
Ein IBAN-Rechner erzeugt zwar eine korrekt strukturierte IBAN. Dennoch kann diese Umrechnung nicht die offiziell durch den Zahlungsdienstleister mitgeteilte IBAN ersetzen. Denn Abweichungen von der mathematisch korrekten Umwandlung sind immer möglich.
Die Anbieter der IBAN-Rechner weisen daher darauf hin, dass nicht sicher ist, ob zu einer ermittelten IBAN auch tatsächlich ein Konto existiert. Die Umrechnung ist daher eher als eine technische Plausibilitätsprüfung zu verstehen.
Zudem sind in der praktischen Verwendung Bedienfehler oder falsche Eingaben nicht auszuschließen. Auch das kann zu einer IBAN führen, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.
Sorgfältig gepflegte Kontoinformationen sind wichtig
In der Praxis sollten IBAN-Rechner nicht als Primärquelle, sondern als Hilfsmittel angesehen werden. Entscheidend sind immer die vom Zahlungsempfänger genannte oder die von einer Bank bereitgestellte IBAN.
Seit Ende 2025 spielt die Empfängerüberprüfung bei Euro-Überweisungen im Euroraum eine größere Rolle. Zahlungsdienstleister müssen dabei vor der Freigabe einen Abgleich zwischen IBAN und Empfängername ermöglichen und den Zahler über Übereinstimmungen oder Abweichungen informieren.
Dennoch bleibt es dabei, dass Prüfungen sorgfältig gepflegte Kontoinformationen nicht ersetzen können. Eine entsprechende Überprüfung der Stammdaten bleibt also wichtig.
Wie erhält man eine IBAN?
In Deutschland wird die IBAN im SEPA-Umfeld bei der Kontoeröffnung automatisch vergeben. Es ist daher nicht notwendig, eigens eine IBAN zu beantragen. Die IBAN wird also zusammen mit dem Konto vergeben und stellt die Kontodaten in standardisierter Form dar.
Dabei dient die IBAN nicht allein dem Zahlungseingang. Sie wird vielmehr für eingehende und ausgehende Überweisungen verwendet, für die Einrichtung wiederkehrender Zahlungen und für Lastschriften. Zudem kommt sie im geschäftlichen Umfeld beispielsweise für die Rechnungsstellung oder die Lieferantenbezahlung zum Einsatz.
Unterscheidung der Kontotypen
Unternehmer und Selbstständige in Deutschland sollten die unterschiedlichen Kontotypen kennen. Neben dem klassischen Girokonto existieren noch E-Geld- und Geschäftskonten. Diese arbeiten ebenfalls mit einer IBAN.
Das Geschäftskonto von myPOS ohne monatliche Kontogebühren stellt ein Konto in mehreren Währungen mit irischer IBAN bereit. Die Nutzer wickeln darüber ihre SEPA-Echtzeitüberweisungen und SWIFT-Überweisungen ab. Relevant ist dieses Angebot für Unternehmen, die ihre Zahlungen digital verwalten möchten oder grenzüberschreitend tätig sind.
Für KMU ist daher die Frage, wie sie ihre IBAN bekommen, weniger relevant als die Frage, welches Konto zu ihrem Geschäftsmodell passt. Wer etwa rein im nationalen Kontext arbeitet, hat andere Anforderungen als ein international aktives Geschäft.
IBAN vs. BIC vs. SWIFT
Im Alltag treffen Nutzer bei ihren Zahlungen häufig auf die Begriffe IBAN, BIC und SWIFT. Die IBAN dient dabei der Identifikation des Zahlungskontos. Hinter der BIC verbirgt sich der Zahlungsdienstleister und SWIFT dient als Nachrichtennetzwerk für den Austausch zwischen Banken. Es ist wichtig, diese Begriffe klar voneinander zu trennen.
Folgende funktionale Unterscheidung hilft dabei, die Begriffe IBAN, BIC und SWIFT nicht durcheinanderzubringen:
- IBAN: Welches Konto ist beteiligt?
- BIC: Welches Institut ist beteiligt?
- SWIFT: Welches Banknachrichtensystem ist für die Kommunikation beteiligt?
BIC steht für Business Identifier Code. Es handelt sich hierbei um eine international verwendete Kennung, mit der sich Banken eindeutig identifizieren lassen. Der Code basiert auf dem ISO-Standard 9362 und ist in seiner Grundform acht Zeichen lang. Kommt die optionale Filialkennung hinzu, kann er auf elf Zeichen erweitert werden.
Anhand der BIC lassen sich Geschäftspartner im Finanzverkehr sicher identifizieren. Technisch ist das mit der Kontonummer oder IBAN aber nicht vergleichbar. Tatsächlich reicht eine IBAN für Nutzer in Deutschland für die meisten Zahlungen aus. Erst bei Zahlungen außerhalb des EWR und in bestimmten grenzüberschreitenden Fällen ist dann auch die BIC relevant.
Im SEPA-Alltag der meisten Nutzer sollte also die IBAN genügen. Von der Notwendigkeit, die BIC verwenden zu müssen, sind in der Regel Unternehmen häufiger betroffen als Privatkunden.
IBAN-Diskriminierung im SEPA
Wenn ein Unternehmen oder eine Organisation eine SEPA-fähige IBAN aus einem anderen EU-/EWR-Land nicht akzeptiert, obwohl es das rechtlich müsste, liegt ein Fall von IBAN-Diskriminierung vor. Das ist ein Thema, das im Zusammenhang mit Geschäftskonten, Fintechs oder E-Geld-Instituten immer wieder auftreten kann.
Nutzen deutsche Unternehmen und Freiberufler zum Beispiel eine nicht deutsche IBAN für ihr Geschäftskonto, können sie von IBAN-Diskriminierung betroffen sein. Dabei ist die rechtliche Lage klar. Der Artikel 9 der SEPA-Verordnung (EU) Nr. 260/2012 verbietet es Zahlern und Zahlungsempfängern vorzuschreiben, in welchem Mitgliedstaat ein Zahlungskonto geführt werden muss. Einzige Voraussetzung ist, dass das Konto erreichbar sein muss.
Diese Regelung bezieht sich also nicht nur auf Überweisungen an Empfänger. Sie gilt auch beim Einzug von Lastschriften von Kundenkonten oder wenn Unternehmen Zahlungen auf ein Konto entgegennehmen.
Deutsche KMU dürfen also nicht allein wegen des Länderkennzeichens von Zahlungen ausgeschlossen werden. Das gilt zum Beispiel für irische, niederländische oder andere EU-IBAN. Das Herkunftsland des Kontos spielt keine Rolle, es muss lediglich im Verfahren erreichbar sein.
Relevant ist das Thema zum Beispiel dann, wenn ein deutsches Unternehmen von seinen Kunden oder Auftraggebern Zahlungen auf ausländische SEPA-Konten erhalten möchte. Betroffen sein können auch Lohnzahlungen, Kundenrückerstattungen oder Lastschriftprozesse sowie Marktplatzauszahlungen.
Hier erfahren Unternehmen mehr zu dem Thema: Umgang mit IBAN-Diskriminierung.
Wann benötigen Sie IBAN und BIC in Deutschland?
Für normale SEPA-Überweisungen in Deutschland und in Europa reicht die IBAN aus. Damit sollten die meisten Standardfälle abgedeckt sein. Das gilt auch für grenzüberschreitende Zahlungen in Euro innerhalb des EWR.
Anders sieht die Situation bei grenzüberschreitenden SEPA-Zahlungen außerhalb des EWR aus. Bei solchen Überweisungen ist zusätzlich zur IBAN die BIC anzugeben. Betroffen sind zum Beispiel die Schweiz, Monaco und San Marino. Das kann für jeden relevant sein, der etwa Lieferanten oder andere Partner in diesen Märkten hat.
Wichtig zu wissen ist auch, dass SEPA-Zahlungen grundsätzlich nur in Euro verarbeitet werden können. Wer also in Fremdwährung bezahlen möchte, wird zumeist mit SWIFT/BIC arbeiten müssen und kann mit weiteren Anforderungen an seine Zahlung konfrontiert sein.
Aus diesen Überlegungen lassen sich einfache Regeln ableiten. Wer im deutschen Geschäftsverkehr Rechnungen an Kunden ausstellt, die überwiegend in Deutschland oder im EWR sitzen und in Euro zahlen, muss nur die IBAN angeben.
Bei Geschäftspartnern außerhalb des EWR und im erweiterten internationalen Umfeld ist es hingegen sinnvoll, die BIC ebenfalls anzugeben. Damit sollten sich viele Rückfragen vermeiden lassen.
Verwendung einer IBAN für geschäftliche Zahlungen in Deutschland
Die IBAN ist für deutsche KMU im Tagesgeschäft vor allem für SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften wichtig. Für Lieferantenrechnungen, Mieten, Honorare und Erstattungen sind Überweisungen relevant. Und Lastschriften spielen bei wiederkehrenden Zahlungen wie Mitgliedschaften, Abos und Wartungsverträgen eine Rolle.
Bedeutung für Rechnungsstellung und Zahlungen an Lieferanten
Auf der Rechnung gehört die IBAN zu den zentralen Kontoinformationen. Sie sollte daher gut sichtbar im Footer untergebracht sein, damit der Kunde sofort weiß, wohin er überweisen muss.
Für Lieferantenzahlungen kommt es zudem auf eine Pflege der IBAN in den Stammdaten an. Problematisch sind zum Beispiel doppelte Lieferantenkonten oder ein nicht ausreichend dokumentierter Kontowechsel. Nummern sollten nicht ohne eingehende Prüfung aus alten PDF-Vorlagen übernommen werden. Wer hier sauber arbeitet, vermeidet Fehlüberweisungen bereits im Ansatz.
Grenzüberschreitende Euro-Transaktionen
Wer innerhalb Europas einkauft oder verkauft, nutzt die IBAN als Standard für grenzüberschreitende Euro-Transaktionen. Innerhalb von EU und EWR soll es bei SEPA-Überweisungen grundsätzlich keinen Unterschied bei Ausführungszeit oder Gebühren allein wegen des Auslandsbezugs geben. Das ist für KMU ein echter Vorteil, die mit Partnern in anderen SEPA-Ländern zusammenarbeiten.
Spezialisierte Lösungen für deutsche KMU
Einige Unternehmen benötigen mehr als ein klassisches Girokonto. Das gilt für Unternehmen mit Online-Umsätzen, internationalem Einkauf oder mehreren Zahlungskanälen.
Zu den spezialisierten Lösungen gehört hier zum Beispiel das kostenlose Geschäftskonto von myPOS. Hier werden eine irische IBAN, Kontoführung in mehreren Währungen sowie SEPA-Sofort- und SWIFT-Überweisungen kombiniert, um auf möglichst viele Zahlungsszenarien vorbereitet zu sein.
Fazit
Die IBAN ist heute ein zentraler Bestandteil des Zahlungsverkehrs in Deutschland und im gesamten SEPA-Raum. Überweisungen, Lastschriften und geschäftliche Zahlungen lassen sich damit sicher und effizient abwickeln.
Für Privatpersonen ebenso wie für KMU gilt: Korrekte Kontoinformationen helfen, Fehler, Verzögerungen und unnötigen Verwaltungsaufwand zu vermeiden. Gerade im digitalen Zahlungsalltag bleibt die IBAN damit eine wichtige Grundlage für reibungslose Finanzprozesse.
Häufige Fragen
Wo finde ich meine IBAN im deutschen Online-Banking?
Um im deutschen Online-Banking die eigene IBAN einzusehen, genügt in der Regel ein Blick ins Konto. In der Kontoübersicht bzw. in den Kontodetails des Girokontos sollte die IBAN aufgeführt sein. Ebenfalls zu finden ist sie auf dem digitalen Kontoauszug, in der Banking-App auf dem Smartphone oder in den Konto-Unterlagen. Einige Kreditinstitute hinterlegen die IBAN auch auf der girocard.
Ist meine IBAN dasselbe wie meine Kontonummer?
Nein, die IBAN funktioniert anders als die Kontonummer. Es handelt sich hierbei um ein standardisiertes Format, das verschiedene Angaben in einer Nummer zusammenfasst. Das vorangehende DE ist dabei das Länderkennzeichen Deutschlands gefolgt von einer Prüfziffer und der achtstelligen Bankleitzahl. Erst am Ende folgt dann die zehnstellige Kontonummer. Die Kontonummer ist also in der IBAN enthalten, IBAN und Kontonummer sind aber nicht dasselbe.
Ändert sich meine IBAN, wenn ich die Bank wechsle?
Tatsächlich ändert sich die IBAN in der Regel, wenn ein Kunde die Bank wechselt. Bei der Eröffnung eines neuen Kontos wird auch eine neue IBAN erstellt. Es sind daher in den meisten Fällen verschiedene Anpassungen notwendig etwa bei Daueraufträgen und Lastschriften. Für Verbraucher ist hier normalerweise eine gesetzliche Kontowechselhilfe verfügbar.
Ist es sicher, meine IBAN auf Rechnungen anzugeben?
Im Geschäftsverkehr ist es üblich, die IBAN auf Rechnungen anzugeben. Schließlich dient die IBAN dazu, Zahlungen von seinen Kunden in Empfang nehmen zu können. Die Angabe ist daher grundsätzlich unproblematisch. Entscheidend ist es aber, in welchem Kontext sie verwendet wird. Die Nummer sollte nur an seriöse Geschäftspartner weitergegeben werden.
Für die Durchführung einer Lastschrift reicht die IBAN ohnehin nicht aus. Dafür ist zusätzlich ein gültiges SEPA-Mandat erforderlich, was zusätzliche Sicherheit schafft.
Können ausländische Kunden auf meine deutsche IBAN überweisen?
Ja, es ist grundsätzlich möglich, dass ausländische Kunden auf eine deutsche IBAN überweisen. Hierbei handelt es sich um eine normale SEPA-Überweisung, wenn der Kunde sich in einem SEPA-Land befindet. Stammt die Zahlung aus einem Land außerhalb des SEPA-Raums (klassische Auslandszahlung), können zusätzlich BIC/SWIFT eine Rolle spielen, was eventuell zu längeren Laufzeiten und höheren Gebühren führt.
Was passiert, wenn ich eine falsche IBAN eingebe?
Es ist tatsächlich möglich, dass bei der Eingabe einer falschen IBAN das Geld bei einem falschen Empfänger landet. Bei Echtzeit-Überweisungen stellt das ein größeres Problem dar, weil diese nicht widerruflich sind. Seit dem 9. Oktober 2025 erfolgt bei Euro-Überweisungen im Euro-Raum jedoch eine Empfängerüberprüfung von Name und IBAN. Der Zahler erhält dabei vor der Freigabe einen Hinweis, ob die Angaben übereinstimmen oder voneinander abweichen.
Wie überprüfe ich schnell die IBAN eines Lieferanten?
Für die Überprüfung einer Lieferanten-IBAN ist es am besten, diese direkt aus einer aktuellen Rechnung oder aus einem Vertrag zu entnehmen. Auf IBAN-Rechner sollte man sich dafür nicht verlassen, weil diese lediglich eine Formatprüfung durchführen. Der Rechner kann nicht die Frage beantworten, ob die Bankverbindung noch aktuell ist und korrekt dem Lieferanten zugeordnet werden kann.
Erscheint meine IBAN in den Berichten von Kartenterminals?
In den reinen Berichten eines Kartenterminals ist die IBAN nicht unbedingt aufgeführt. Dafür ist eher der Kontobereich vorgesehen. Bei myPOS zum Beispiel finden sich die Berichte im Bereich POS Devices > Reports. Die Kontodetails und das IBAN-Zertifikat sowie Statements können im Konto-Bereich abgerufen werden. Die IBAN findet sich also nicht in den Berichten des Kartenterminals, sondern in den Konto- und Abrechnungsunterlagen.



