Was ist eine virtuelle Karte? Bedeutung, Funktionsweise und Einsatz für Unternehmen
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Was ist eine virtuelle Karte? Bedeutung, Funktionsweise und Einsatz für Unternehmen

Die virtuelle Bankkarte stellt die digitale Variante einer Debit- oder Kreditkarte dar. Im deutschen Zahlungsverkehr existiert sie neben den SEPA-Überweisungen und Lastschriften sowie der girocard und natürlich dem Bargeld. Sie ergänzt die klassische physische Firmenkarte überall dort, wo es auf eine schnelle Ausstellung, getrennte Karteninformationen und kontrollierte Ausgaben ankommt.

Das Zahlungsverhalten deutscher KMU befindet sich im Wandel. Bargeld verliert zunehmend an Bedeutung, ebenso wie gemeinsam genutzte Firmenkarten. Dafür wird das digitale Ausgabenmanagement wichtiger.

Bereits 39 Prozent der Unternehmen in Deutschland arbeiten laut Bitkom mittlerweile überwiegend papierlos und 15 Prozent vollständig papierlos. Diese Entwicklung wird von virtuellen Karten unterstützt, weil diese Zahlungen nachvollziehbarer und einfacher kontrollierbar machen. Zudem bieten sie den Vorteil der präzisen buchhalterischen Zuordnung.

Virtuelle Firmenkarten bieten deutschen KMU daher eine Reihe von Vorteilen. Sie helfen zum Beispiel dabei, Ausgabenprozesse zu beschleunigen, da sie sich bei einem aufkommenden Bedarf sofort erstellen lassen.

Zugleich können sie durch separate Karteninformationen, schnelle Sperrmöglichkeiten und vom Anbieter abhängige Sicherheitsfunktionen wie 3D Secure das Zahlungsrisiko reduzieren; GoBD-relevant bleiben jedoch insbesondere saubere Beleg- und Buchhaltungsprozesse. Für inhabergeführte Betriebe wird wiederum die strikte Kostenkontrolle im Vordergrund stehen.

Virtuelle Karten für Unternehmen: Wichtige Fakten und Statistiken

Virtuelle Karten profitieren aktuell vom allgemeinen Digitalisierungstrend. Der Digital Office Index 2024 von Bitkom zeigt, dass die befragten Unternehmen mindestens eine digitale Office-Lösung im Einsatz haben; befragt wurden 1.103 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland. Und bereits über 70 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in der EU nutzten 2024 Online-Banking. In einem solchen Umfeld werden digitale Zahlungs- und Ausgabenprozesse zunehmend anschlussfähig.

Elektronische Zahlungen in der EU sind durch PSD2 (Payment Services Directive 2) und die starke Kundenauthentifizierung besser abgesichert. Besonders bei Kartenzahlungen sollen laut EBA und EZB die Betrugsraten bei Transaktionen deutlich gesunken sein: Im ersten Halbjahr lagen diese bei im EWR ausgegebenen Karten bei 0,031 Prozent des Zahlungswerts und bei 0,015 Prozent der Transaktionszahl.

Virtuelle Firmenkarten sind für viele Branchen relevant. Dazu gehören das Handwerk, der Einzelhandel, die Logistik oder Dienstleister. Wo dezentrale Einkäufe, Reisen, Online-Bestellungen sowie der Kauf von Material und Kraftstoff relevant sind, sind diese Karten gefragt.

Besonders anschlussfähig sind digitale Kartenprozesse zum Beispiel im Einzelhandel, wo bereits heute 63,5 Prozent des Umsatzes unbar abgewickelt werden.

Die GoBD verlangen nachvollziehbare, vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Aufzeichnungen. Virtuelle Karten können helfen, diesen Anforderungen zu genügen und Zahlungen, Karteninhaber, Kostenstellen und Belege schneller zusammenzuführen. GoBD-relevant bleibt aber weiterhin der Gesamtprozess, wozu eine vollständige Belegerfassung, nachvollziehbare Buchungen, Änderungsprotokolle und eine unveränderbare Aufbewahrung gehören. 

Definition und Arten virtueller Karten

Definition und Arten virtueller Karten

Wie sieht die digitale DNA einer virtuellen Karte aus? Die Zahlungslogik unterscheidet sich nicht von einer physischen Visa- oder Mastercard, weil auch diese klassischen Karten heute digital verarbeitet werden. Entscheidend ist vielmehr, dass virtuelle Karten nur als Datensatz (Kartennummer, Ablaufdatum und Sicherheitscode) existieren und damit rein virtuell.

Virtuelle Firmenkarten lassen sich dabei anhand des Einsatzzwecks unterscheiden:

  • Single-Use-Karten: Dieser Kartentyp ist für einmalige Transaktionen gedacht. Das kann der Einkauf bei einem neuen Online-Lieferanten sein oder ein einzelner Buchungsvorgang. Die Nutzung ist begrenzt, weshalb sich auch das Risiko reduziert, dass es zu einem Missbrauch der Karteninformationen kommt.
  • Wiederkehrende virtuelle Karten: Wer mit festen Lieferanten arbeitet, Abonnements nutzt oder Cloud-Dienste und regelmäßige Rechnungen bezahlen muss, greift zur wiederkehrenden virtuellen Karte. Typisch ist es, separate Karten pro Tool oder Anbieter anzuschaffen. Wird die Karte gesperrt oder gelöscht, sind andere Zahlungen nicht betroffen.

Der zentrale Managementvorteil liegt in der kontrollierten Delegation. Mitarbeitern muss kein Zugriff mehr auf das Hauptkonto gegeben werden, und trotzdem können diese für ihre klar definierten Zwecke bezahlen.

Die Kostenkontrolle wird abgesichert durch individuelle Ausgabenlimits, eine saubere Nutzerzuordnung und Echtzeitübersichten. Die Geschäftsführung oder Buchhaltung hat jederzeit im Blick, wer wofür gezahlt hat.

Beispiele aus der Praxis für die Nutzung virtueller Karten

Die virtuelle Firmenkarte hat in der Praxis viele Verwendungsmöglichkeiten. Die Effizienz, Kostenkontrolle und Zuordenbarkeit stehen dabei im Vordergrund.

Die Marketingagentur: Separate Karten pro Kundenkampagne

Für Agenturen im Marketing ist es üblich, mehrere Kundenbudgets gleichzeitig verwalten zu müssen. Diese können für Suchmaschinenwerbung, bestimmte Tools oder Social-Media-Anzeigen vorgesehen sein.

Hier lohnt sich die Erstellung einer virtuellen Karte pro Kunde oder Kampagne. Springt der Kunde ab, lässt sich die Karte flexibel deaktivieren. Das wäre nicht so unkompliziert möglich, wenn mehrere laufende Zahlungen auf einer gemeinsamen Karte liegen würden.

Die lokale Werkstatt: Eine eigene Karte für jeden Einkauf

Eine Elektrofirma, eine Schlosserei oder eine Kfz-Werkstatt muss laufend Ersatzteile, Werkzeug und verschiedene Betriebsmittel einkaufen. Manchmal ist dazu eine kurzfristige Bestellung online, im Baumarkt oder bei einem Großhändler notwendig. Daher kann nicht jeder Kauf auf Rechnung erfolgen.

Für solche Fälle lohnt sich die Anschaffung einer virtuellen Karte. Dann sind keine Bargeldvorschüsse oder private Auslagen notwendig. Karten mit festem Limit sind hier ideal, um die engen Margen nicht zu gefährden.

Der Freiberufler: internationale Abos und EUR-Zahlungen

Für Freiberufler gehört es häufig zum Alltag, Software-Abos, Hosting-Angebote, KI-Werkzeuge oder Weiterbildungen zu nutzen. Hier kommt es darauf an, die erforderlichen Zahlungen von den privaten Ausgaben sauber zu trennen.

Sinnvoll ist die Anschaffung einer virtuellen Firmenkarte auch für den Einkauf im Internet. Eine digitale Karte mit engem Limit schützt das Hauptkonto und bewahrt dieses vor Fehlbuchungen.

Mitarbeiterkosten: Reisen, Kraftstoff und projektbezogene Ausgaben

Bahntickets, Mietwagen, Hotelbuchungen oder Parkgebühren lassen sich mit einer virtuellen Karte bequem bezahlen. Das gilt auch für beruflich veranlasste Einkäufe unterwegs oder den Einkauf von Kraftstoff.

Hier sind jedoch einige Einschränkungen zu beachten. Einige Autovermietungen oder Hotels ebenso wie traditionell ausgerichtete Lieferanten könnten weiterhin auf einer physischen Karte bestehen. Hier ergänzt die virtuelle Firmenkarte die physische, ohne diese zu ersetzen.

Wesentliche Merkmale eines virtuellen Kartensystems

Folgende Merkmale zeichnen virtuelle Kartensysteme aus:

  • Sofortige Ausstellung: Virtuelle Karten lassen sich sofort erstellen und sind direkt einsetzbar ohne Wartezeit. Das ist zum Beispiel für kurzfristig geplante Projekte nützlich.
  • Granulare Kontrolle: Die Steuerungsmöglichkeiten erstrecken sich bei einer virtuellen Karte auf Ausgabenlimits, Ablaufdaten und Nutzerrechte sowie die Festlegung von Händlerkategorien. Es ist damit möglich, eine Karte zum Beispiel nur für bestimmte Zeiträume, Zwecke oder Kostenstellen freizugeben.
  • Zentrale Verwaltung: Die Verwaltung der virtuellen Karten erfolgt über eine zentrale Übersicht. Buchhaltung und Geschäftsführung finden hier die aktiven Karten mit ihren jeweiligen Limits, Transaktionen und Nutzern. Das sorgt für ein hohes Maß an Transparenz.
  • Integrationsfähig: Gerade für deutsche KMU ist es wichtig, dass sich die Transaktionsdaten sauber exportieren und mit der Buchhaltungslösung weiterverarbeiten lassen. Eine Belegzuordnung, CSV-Exporte sowie eine DATEV-Schnittstelle sind hier besonders nützlich.

Diese wesentlichen Funktionen tragen dazu bei, aus einer virtuellen Karte ein Werkzeug für sichere, nachvollziehbare und kontrollierte Unternehmensausgaben zu machen.

Vorteile der Nutzung virtueller Karten für kleine Unternehmen

Gerade für kleine Unternehmen bietet eine virtuelle Karte entscheidende Vorteile in der alltäglichen Verwendung:

  • Höhere Sicherheit: Wer die Gefahr eines Missbrauchs der Firmenkarte beim Online-Einkauf reduzieren möchte, sollte seine Karteninformationen so selten wie möglich preisgeben. Hier lohnen sich virtuelle Karten, weil diese zweckgebunden verwendet werden, limitiert sind und sich leicht deaktivieren lassen. Bei Zahlungen über Wallets wie Apple Pay oder Google Pay wird außerdem ein ersetzender Zahlungs-Token statt der eigentlichen Kartennummer übertragen, was die Sicherheit zusätzlich erhöht.
  • Vereinfachte Buchhaltung: Virtuelle Karten unterstützen einen strukturierten Weg hin zur ordnungsgemäßen Buchhaltung. Das beginnt mit der Zuordnung jeder Karte zu einem Zweck, Mitarbeiter, Lieferanten oder Projekt. Belege lassen sich schnell anfordern und Transaktionen digital leichter abgleichen.
  • Volle Kostenkontrolle: Mehrere zweckgebundene und eng limitierte virtuelle Karten ersetzen die gemeinsame Karte mit hohem Limit. Bei diesem Modell fallen ungewöhnlich hohe Ausgaben viel schneller auf. Der Inhaber erhält zudem Echtzeitbenachrichtigungen und muss daher mit der Kontrolle nicht bis zum Monatsende warten.
  • Geringerer Verwaltungsaufwand: Papierquittungen, private Auslagen und nachträgliche Erstattungen sind mit viel Aufwand verbunden. Virtuelle Karten reduzieren diesen deutlich. Belege lassen sich leichter den jeweiligen Zahlungen zuordnen, es ist weniger manuelle Nachverfolgung durch den Unternehmer notwendig und die Mitarbeiter müssen weniger vorstrecken.

Virtuelle Karten helfen kleinen Unternehmen in der Summe vor allem dabei, kleinere Ausgaben besser zu steuern. Sie ersetzen keine sauberen internen Prozesse, machen diese aber einfacher umsetzbar: Jede Karte erhält einen klaren Zweck, und Zahlungen werden schneller sichtbar.

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Herausforderungen und Grenzen

Trotz der erheblichen Vorteile sind virtuellen Karten auch Grenzen gesetzt:

  • Händler arbeiten nur mit physischen Karten: Es ist in Deutschland weiterhin anzutreffen, dass Händler nur physische Karten akzeptieren. Hinzu kommen Bargeld und der Kauf auf Rechnung. Es ist also nicht garantiert, dass die Autovermietung, der Großhändler oder das Hotel die virtuelle Karte annimmt.
  • Technische Abhängigkeit: Die Verwendung virtueller Karten ist an einige technische Voraussetzungen geknüpft. Dazu gehört die Nutzung von Smartphones oder eine stabile Internetverbindung. Das kann ein Problem für wenig digitalaffine Mitarbeiter sein und Schulungsaufwand erfordern.
  • Probleme mit der Akzeptanz: Virtuelle Karten basieren häufig auf Visa- oder Mastercard-Infrastruktur. In Deutschland ist jedoch die Girocard im stationären Handel besonders stark verbreitet und erreichte zum Beispiel 2024 einen Umsatz von 307 Milliarden Euro. Es kann daher sein, dass ein Händler nur die girocard akzeptiert. Zudem können ältere Terminals Probleme mit virtuellen Karten haben.

Kleine Unternehmen sollten virtuelle Karten also nicht als alleinige Zahlungsform einplanen. Sie ergänzen vielmehr physische Firmenkarten, SEPA-Zahlungen, Kauf auf Rechnung und Bargeld auf flexible Weise.

So erhalten Sie virtuelle Karten für Ihr Kleinunternehmen

Jedes Unternehmen kann eine virtuelle Karte grundsätzlich schnell erhalten. Es ist trotzdem sinnvoll, sich die notwendigen Schritte zu vergegenwärtigen und genau zu überlegen, was die eigenen Anforderungen sind.

Schritt 1: Bewerten Sie Ihren Ausgabenbedarf

Zuerst sollten die gewünschten Anwendungsfälle identifiziert werden. Soll die virtuelle Karte für Betriebsausgaben, Abonnements oder Mitarbeiterausgaben angeschafft werden?

Hier lohnt es sich auch, die Ausgabenstruktur genau zu prüfen. Interessant ist zum Beispiel, welche Einkäufe aktuell noch privat vorgestreckt werden, welche Lieferanten sich für eine dezidierte Karte eignen und welche Ausgaben zukünftig pro Projekt, Fahrzeug, Filiale usw. getrennt werden sollen.

Schritt 2: Wählen Sie einen Partner für digitales Banking oder FinTech

Als Nächstes gilt es, einen passenden Anbieter auszuwählen. Infrage kommen traditionelle deutsche Banken und moderne Fintech-Lösungen.

Zu den Auswahlkriterien gehören neben dem Preis auch die Limits, Integrationen und Compliance-Fragen. Wichtig sind Sicherheitsmerkmale wie 3D Secure oder die Unterstützung von Echtzeitbenachrichtigungen. Zudem sollte sich die Karte bei Bedarf schnell sperren lassen.

Bei der myPOS Business Card sind diese Anforderungen erfüllt. Zudem werden Apple Pay und Google Pay unterstützt.

Schritt 3: Geschäftskonto eröffnen und verifizieren

Damit geschäftliche Kartenlösungen in Deutschland überhaupt genutzt werden können, ist regelmäßig eine Identitäts- und Unternehmensprüfung erforderlich. Dazu gehören Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Steuernummer oder USt-IdNr. sowie Ausweisdokumente. 

Die genauen Anforderungen hängen zum Beispiel von der Rechtsform ab.

Seriöse Anbieter müssenKYC- und AML-Prozesse durchführen, bevor Karten und Zahlungsdienste voll nutzbar sind. Die Identifizierung des Vertragspartners etwa gehört nach § 10 Geldwäschegesetz in Deutschland zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten.

Schritt 4: Erstellung und Zuweisung Ihrer ersten Karte

Sobald die Freischaltung erfolgt ist, kann die erste virtuelle Karte erstellt werden. Wichtig ist die Zuweisung zu einem bestimmten Zweck wie etwa Software-Abo, Fahrzeug oder Kampagne. 

Auch Limit, Nutzer und Verwendungsregeln müssen festgelegt werden. Eventuell müssen noch Apple Pay oder Google Pay für die Verwendung mobiler Wallets hinzugefügt werden.

Bei myPOS beispielsweise lassen sich alle diese Schritte über die App im Kartenbereich durchführen.

Schritt 5: Automatisierung der Spesenabrechnung

Unternehmen schöpfen das Potenzial ihrer virtuellen Karten voll aus, sobald diese mit dem Belegprozess sauber verbunden sind. Im Idealfall lässt sich jede Zahlung mit einem Beleg verknüpfen. Zu nennen sind hier Schnittstellen zu DATEV, Lexoffice oder SevDesk, die E-Mail-Weiterleitung oder der App-Upload.

Damit auch Mitarbeiter ohne Buchhaltungswissen davon profitieren können, sollten die Prozesse so einfach wie möglich gestaltet sein. Damit lässt sich am ehesten sicherstellen, dass am Ende des Monats keine Belege fehlen.

Finanz- und Cashflow-Management mit virtuellen Tools

Finanz- und Cashflow-Management mit virtuellen Tools

Virtuelle Karten unterstützen KMU nicht nur bei Zahlungen. 

Ihr Nutzen erstreckt sich auf die laufende Steuerung des Budgets, der Liquidität und der operativen Ausgaben:

  • Real-Time Tracking statt Monatsauszug: Bei der Arbeit mit monatlich erstellten Berichten kann zwischen der Zahlung und deren Überprüfung viel Zeit vergehen. Virtuelle Karten bieten hingegen ein Echtzeittracking und erhöhen damit die Reaktionsgeschwindigkeit der Geschäftsführung. Bei kurzfristigen Online-Bestellungen oder dem Kauf von Kraftstoff sowie Reisekosten ist das beispielsweise besonders wichtig.
  • Wiederkehrende Zahlungen mit geringerem Mahn- und Ausfallrisiko: Wiederkehrende Zahlungen gehören zu den typischen Einsatzbereichen für virtuelle Karten. Damit lassen sich Hosting, Software, Branchenplattformen oder Fuhrparkdienste zuverlässig bezahlen. Abgelaufene Kartendaten oder eine versehentlich gesperrte Karte haben weniger negative Auswirkungen, wenn jedem Anbieter eine eigene virtuelle Karte zugeordnet wird. Das vermeidet Unterbrechungen in der Nutzung der Services.
  • Budgetplanung auf Basis echter Transaktionsdaten: Anhand echter Transaktionsdaten ist bei virtuellen Firmenkarten eine präzise Kostenplanung und Vorhersage möglich. Für die Budgetplanung ist die Ausgabenhistorie besonders wertvoll. Eine Werkstatt sieht zum Beispiel sofort, welcher Lieferant hohe Kleinbeträge verursacht. Und ein Händler kann die anfallenden Kosten für Verpackung und Versand besser planen. Virtuelle Karten sind hier vorteilhaft, weil sie strukturierte Zahlungsdaten bieten.

Virtuelle Karten unterstützen kleine Unternehmen damit als praktisches Instrument bei ihrem Finanzmanagement. Ausgaben sind früher sichtbar und Liquidität und Kosten lassen sich anhand strukturierter Daten verlässlich steuern.

Die myPOS Virtual Card für Ihr deutsches KMU

Die myPOS Virtual Card ist für Unternehmen interessant, die eine virtuelle Karte für ihre geschäftlich veranlassten Zahlungen online und mobil benötigen. Kurzfristige Mitarbeiterkäufe lassen sich darüber ebenso abwickeln wie Abonnements oder Zahlungen per Apple Pay und Google Pay.

Für deutsche KMU besonders attraktiv ist die Verbindung von Kartenakzeptanz, Geschäftskonto, Ausgabenübersicht und Kartensteuerung. Viele Betriebe denken ihre Zahlungen vor allem aus Kundensicht und vernachlässigen dabei die Ausgabenseite.

Kartenterminal sowie Zahlungen online und mobil sind zwar für den Kunden wichtig. Es geht aber auch darum, die eigenen Betriebsausgaben digital steuern zu können. Genau das ist mit der myPOS Virtual Card unkompliziert möglich.

Bei KMU spricht vieles für myPOS

Für KMU kommt es vor allem auf einen schnellen Zugriff und die zügige Bereitstellung für kurzfristige Projekte an. Sie möchten Limits definieren und Benachrichtigungen in Echtzeit erhalten. Entscheidend ist aber auch die Alltagstauglichkeit, etwa bei der Nutzung über das Smartphone.

Die myPOS Virtual Card für Unternehmen ist speziell auf diese Anforderungen ausgelegt. Gleichzeitig handelt es sich hierbei nicht um eine isolierte Kartenlösung, sondern um eine Komponente eines kompletten Zahlungsökosystems. 

Für Händler ist es naheliegend, mit myPOS Zahlungseingänge, Kartenterminals, Online-Zahlungen und die geschäftliche Kartennutzung zu verbinden.

Fazit

Wer seine geschäftlichen Ausgaben sicherer, transparenter und effizienter steuern möchte, erhält mit der virtuellen Firmenkarte ein geeignetes Werkzeug. Online-Einkäufe lassen sich damit einfacher bezahlen ebenso wie Abonnements oder Mitarbeiterausgaben. Zu den Vorteilen gehören klare Limits, eine direkte Belegzuordnung und die zentrale Verwaltung. Aufgrund der sauberen Buchhaltungsintegration und der Umsetzung GoBD-naher Prozesse eignen sich virtuelle Karten für ein modernes Cashflow-Management.

Häufige Fragen

Der Name verrät bereits den wesentlichen Unterschied: Bei einer virtuellen Kreditkarte erfolgt die Bereitstellung virtuell. Der Nutzer kommt ohne Plastikkarte aus und kann trotzdem seine Zahlungen online, in der App oder per mobiler Wallet vornehmen. Die virtuellen Karten sind je nach Anbieter als Debit-, Kredit- oder Prepaid-Karte ausgestaltet. Zweckbindung, Limits und Sperrung per App sind für virtuelle Kartensysteme typisch, stellen aber keine exklusiven technischen Merkmale dar.

Ja, bei vielen virtuellen Kartensystemen ist die Festlegung eines solchen Limits vorgesehen. Limits können individuell pro Karte oder pro Nutzer eingestellt werden. Unternehmen erhalten damit mehr Kontrolle über ihre Budgets, zum Beispiel für Reisen, für Werkzeuge und Material oder Kraftstoff.

Ob eine Kompatibilität mit DATEV oder anderen deutschen Buchhaltungstools besteht, hängt vom jeweiligen Karten- und Zahlungsanbieter ab. Die reibungslose Integration in die Buchhaltung erfordert den Export von Transaktionsdaten, Belegen und Buchungskategorien. Ideal ist es, wenn hierfür eine passende Schnittstelle zur Verfügung steht. Wichtig ist deshalb, dass der Anbieter Exporte im CSV-Format oder in einem DATEV-kompatiblen Format unterstützt, damit Transaktionsdaten möglichst einfach weiterverarbeitet werden können.

Eine virtuelle Karte kann dabei helfen, das Risiko eines Online-Betrugs in der praktischen Verwendung zu reduzieren. Vollständig ausschließen lässt sich dieses Risiko allein durch die Verwendung einer virtuellen Firmenkarte aber nicht. Vorteilhaft wirken hier vor allem die individuell festgelegten Kartenlimits, die unkomplizierte Sperrung und die Verwendung von 3D Secure als wichtiges Sicherheitsmerkmal. Echtzeitbenachrichtigungen und die Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöhen das Sicherheitsniveau ebenfalls.

Ja, die Verwendung der virtuellen Karten für Abo-Zahlungen ist möglich. Tatsächlich handelt es sich hierbei sogar um eine der häufigsten Verwendungsarten für diese Karten. So ist es zum Beispiel möglich, für jedes Abonnement eine eigene virtuelle Karte einzusetzen. Das ist für die Kostenzuordnung ideal. Unerwartete Abbuchungen lassen sich leichter erkennen und ein nicht mehr benötigtes Abo lässt sich schneller beenden.

Apple Pay und Google Pay werden tatsächlich von einer Vielzahl moderner virtueller Karten unterstützt. Damit das funktioniert, muss der Anbieter die Wallet-Integration unterstützen. Zudem muss der Händler über das jeweilige Kartennetz kontaktlose Zahlungen akzeptieren. Bei myPOS gehören Apple Pay und Google Pay ausdrücklich zu den unterstützten Optionen für die virtuellen Karten. Damit ist eine kontaktlose Zahlung in entsprechenden Stores und online möglich.

Ja, in vielen Fällen ist eine solche Sperrung der virtuellen Karte möglich. Das geschieht zum Beispiel über die App oder das Online-Banking. Die Karte kann auch pausiert oder gänzlich gelöscht werden. Nimmt ein Lieferant zum Beispiel ungewöhnliche bzw. verdächtige Abbuchungen vor, kann ein solcher Schritt sinnvoll sein. Wird die virtuelle Karte gesperrt, bleiben andere Karten oder das Firmenkonto davon unberührt. Andere Zahlungsprozesse können also einfach weiterlaufen.

Virtuelle Karten können Auswirkungen auf die SCHUFA-Bonität haben. Das hängt jedoch vom Kartentyp und dem betrachteten Anbieter ab. Eine echte Kreditkarte weist einen Kreditrahmen auf. Davon sind virtuelle Debitkarten und Prepaid-Karten zu unterscheiden, die anders funktionieren. Vor Vertragsabschluss sollte mit dem jeweiligen Kartenanbieter geklärt werden, ob Meldungen an Auskunfteien relevant sind und ob eine Bonitätsprüfung erfolgt.

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