Dönerladen eröffnen: Schritte, Kosten und Tipps
Veröffentlicht am: 20.04.2026
Letzte Aktualisierung: 20.04.2026
Die Eröffnung eines Dönerladens gehört in Deutschland zu den klassischen Imbisskonzepten. Wer sich für dieses Geschäftsmodell entscheidet, sollte die vielen Herausforderungen in der Umsetzung jedoch nicht aus dem Blick verlieren. Es kommt darauf an, sich auf die betriebliche Realität einzustellen und die Eröffnung gründlich zu planen.
Der Dönerladen als Gastronomieprojekt macht viele Überlegungen erforderlich. Wo finde ich einen geeigneten Standort? Welche Hygienevorschriften sind einzuhalten? Welcher Wareneinsatz ist erforderlich? Welche Geräte benötige ich? Möchte ich ein Liefergeschäft aufbauen? Und wie bewältige ich die Zahlungen?
In Deutschland handelt es sich bei einem Döner-Imbiss zumeist um einen Fast-Food-Betrieb mit kleiner bis mittlerer Größe. Typisch sind wenige Sitzplätze und der Fokus auf Take-away. Oft kommt ein Liefergeschäft ergänzend hinzu, um weiteres Umsatzpotenzial zu erschließen.
Das Angebot an Speisen und Getränken ist in Döner-Läden häufig besonders vielfältig. Neben dem klassischen Döner im Brot gehören dazu auch Döner-Teller, Dürüm, Pommes frites sowie weitere türkische Spezialitäten und Softdrinks. Einige Geschäfte bieten auch Falafel, Pizza oder vegetarische Speisen an.
Wer einen Dönerladen eröffnen und sich damit durchsetzen möchte, sollte sich operativ keine Fehler leisten. Und dazu gehört, sauber zu kalkulieren und zum Beispiel Zahlungen der Kunden effektiv abzuwickeln. Hohe operative Standards sind hier ein Erfolgsgeheimnis.
INHALTSVERZEICHNIS
- Den Döner-Kebab-Markt in Deutschland verstehen
- Wichtige Schritte zur Eröffnung eines Döner-Ladens in Deutschland
- Benötigte Ausrüstung für einen Döner-Laden
- Startkosten und laufende Ausgaben
- Akzeptanz von Kartenzahlungen in einem Döner-Laden
- Marketing für Ihren Döner-Laden in Deutschland
- Fazit: Die erfolgreiche Eröffnung eines Döner-Kebab-Ladens in Deutschland
Den Döner-Kebab-Markt in Deutschland verstehen
Wer einen Döner-Laden erfolgreich betreiben möchte, benötigt mehr als eine gute Küche. Besonders wichtig sind Marktkenntnisse und ein Verständnis für den Bedarf der Kunden. Regional kann es hier in Deutschland erhebliche Unterschiede geben.
Döner-Läden gelten in Deutschland als profitable Gastronomieunternehmen, weil Döner zu den beliebtesten Fastfood-Gerichten des Landes gehören. Laut einer Erhebung von YouGov soll in Deutschland jeder Dritte im Jahr 2025 wenigstens einmal im Monat einen Döner gegessen haben.
Der Döner wird in Deutschland als Fast-Food-Gericht wahrgenommen und eignet sich daher für Spontankäufe. Es stellt sich also die Frage, wo sich eine solche Kundschaft findet, die spontan, schnell und preisbewusst einkauft. Und hier richtet sich der Blick sofort auf das urbane Milieu.
Besonders aussichtsreich sind in Deutschland Lagen in den Innenstädten, im Bahnhofsbereich mit vielen Touristen oder auch in den Ausgehvierteln. Attraktiv ist auch die Uni-Nähe, um hier Studenten als Kunden zu gewinnen. Zur Zielgruppe gehören zudem Büroangestellte und im Prinzip jeder, der nach einem schnellen Essen zum Mitnehmen sucht.
So sieht die Wettbewerbssituation in der Bundesrepublik aus
Der Markt ist attraktiv, er ist aber auch dicht mit Mitbewerbern besetzt. Führend ist hier Berlin mit 18 Dönerläden pro 100.000 Einwohner. In vielen anderen Großstädten sieht die Situation ähnlich aus.
Grundsätzlich ist in Deutschland also von einem intensiven Wettbewerb auszugehen, wenn es um Döner-Läden geht. Insgesamt 18.500 Döner-Imbisse und türkische Restaurants gibt es hierzulande.
Viele Betriebe verkaufen ein sehr ähnliches Basisprodukt. Das macht es zur Herausforderung, sich von der Konkurrenz an einem Standort abzuheben. Es ist typisch, dass die Kunden ihre Entscheidung innerhalb weniger Sekunden treffen. Daher ist es so wichtig, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.
Problematisch wird es vor allem für solche Geschäfte, die nur Standardware anbieten, weil dann ausschließlich über den Preis konkurriert wird. Frisches Brot aus eigener Produktion, vegane Speisen oder zusätzliche Fleischsorten können dabei helfen, einen Unterschied zu machen. Wer bereits am Tresen mit einem guten Service punktet, sauber organisiert ist und auch mobile und flexible Zahlungen ermöglicht, hat seine Ausgangslage bereits deutlich verbessert.
Wichtige Schritte zur Eröffnung eines Döner-Ladens in Deutschland
Wie eröffne ich einen Döner-Laden in Deutschland und welche Schritte sind dafür erforderlich? Gründer erhalten hier einen Überblick über die wichtigsten Punkte.
Schritt 1: Erstellen Sie einen Businessplan für Ihren Döner-Laden
Vor der eigentlichen Gründung muss erst einmal ein Businessplan für den neuen Döner-Laden erstellt werden. Dieser ist keine lose Absichtserklärung mit Wünschen und Vorstellungen, sondern ein klares Konzept, das erklärt, wie das Geschäft funktionieren soll.
Soll es sich bei dem neuen Döner-Laden um einen kleinen Sitzbetrieb handeln oder einen Take-away-Imbiss mit klassischer Ausrichtung oder Lieferfokus? Solche Fragen gilt es frühzeitig zu klären, weil sie erheblichen Einfluss auf die Umsetzungsphase haben.
Der Businessplan sollte auch die Speisekarte enthalten und aufzeigen, wie komplex die Zubereitung der einzelnen Speisen sein wird. Eine Beschreibung der Zielgruppe sowie die Analyse des Wettbewerbs gehören ebenfalls hinein. Wichtig ist auch eine Finanzprognose, die wirklich belastbar ist.
Schritt 2: Wählen Sie den richtigen Standort für Ihren Dönerladen
Der spätere Erfolg mit dem Döner-Imbiss hängt entscheidend vom gewählten Standort ab. Das am schönsten eingerichtete Lokal nutzt wenig, wenn es nicht gefunden wird. Faktoren wie Sichtbarkeit, Fußgängerfrequenz oder spontane Erreichbarkeit sind hingegen von größter Wichtigkeit.
Vom Standort hängen aber auch finanzielle Fragen ab, wie zum Beispiel das Mietniveau. IHK-Gewerbemietspiegel und Immobilienmarktberichte für Gastronomie- oder Ladenflächen bieten hier wertvolle Informationen. Der IHK-Gewerbemarktbericht FrankfurtRheinMain 2025 nennt in Frankfurt etwa 38 €/m² auf der Berger Straße für den Einzelhandel im Allgemeinen. Am Stadtrand oder in kleineren Städten sind die Mieten entsprechend günstiger.
Schritt 3: Melden Sie Ihr Lebensmittelunternehmen in Deutschland an
Aus rechtlicher Perspektive handelt es sich bei einem Dönerladen um ein Gewerbe. Daher ist eine Anmeldung beim Gewerbeamt erforderlich, bevor die Tätigkeit aufgenommen werden kann. Bei der Anmeldung fällt auch eine geringe Gebühr an.
Weiterhin erforderlich ist die steuerliche Erfassung beim Finanzamt. Dafür muss eine Steuernummer beantragt werden, was seit 2021 elektronisch über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung erfolgt.
Bei der Anmeldung muss auch eine Entscheidung bezüglich der Rechtsform getroffen werden. Viele Gründer entscheiden sich hier für ein Einzelunternehmen. Dieses erfordert nur geringe Formalitäten, die private Haftung ist aber nicht begrenzt. Schließen sich mehrere Personen bei der Gründung zusammen, kommt eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) infrage.
Schritt 4: Genehmigungen einholen und Lebensmittelsicherheitsvorschriften erfüllen
Die Gewerbeanmeldung ist ein wichtiger Schritt, reicht aber noch nicht aus. Wichtig ist auch die Registrierung als Lebensmittelunternehmen. Hier besteht in Deutschland für alle sogenannten Lebensmittelunternehmer eine Registrierungspflicht. Darauf weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit deutlich hin.
In Hamburg beispielsweise wird die Anmeldung als Lebensmittelunternehmen über einen Meldebogen abgewickelt. Dieser kann der Einfachheit halber direkt bei der Gewerbeanmeldung mitabgegeben werden.
Vor erstmaliger Tätigkeit im Lebensmittelbereich benötigen Personen zudem eine Belehrung und Bescheinigung nach § 43 Infektionsschutzgesetz. Der Ansprechpartner ist hier zumeist das Gesundheitsamt.
Weiterhin ergeben sich aus dem Lebensmittelrecht verschiedene Hygieneanforderungen. Dem EU-Hygienerecht unterliegen dabei alle Lebensmittelunternehmen; die Eigenkontrolle richtet sich nach HACCP als maßgeblichem Standard.
Schritt 5: Ausrüstung kaufen und den Laden einrichten
Für die Einrichtung des Döner-Ladens kommt es auf ein funktionales Konzept an. Zur Grundausstattung gehören der Dönergrill, eine Fritteuse und eine Arbeitsfläche. Es muss ein Bereich für das Schneiden und den Service eingerichtet und eine Lüftung eingebaut werden.
Weiterhin benötigt der Laden eine Theke mit klarer Kundenführung. Auch ein Lager muss eingerichtet werden und es wird eine Lösung für die Kühlung der Getränke benötigt. Verpackungsmaterial und Reinigungszubehör sind ebenfalls erforderlich und müssen verstaut bzw. gelagert werden.
Grundsätzlich sollte die Einrichtung so gewählt werden, dass sie den Tagesablauf im Geschäft optimal unterstützt. Dazu gehören kurze Wege, eine schnelle Ausgabe der Ware und eine effiziente Reinigung am Ende des Tages.
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Schritt 6: Einrichten von Kartenzahlungen und eines Kassensystems
Nicht zu vergessen ist eine gesetzeskonforme Kassenlösung. Die Kunden sollten so schnell und unkompliziert wie möglich bezahlen können ohne Störungen oder Ausfälle für einen reibungslosen Betriebsablauf.
Dabei ist zu beachten, dass auch in Deutschland Kartenzahlungen in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden sind. Laut einer Studie der Bundesbank zum Zahlungsverhalten in Deutschland 2023 liegt die Debitkarte gemessen am Umsatz bereits auf Platz eins mit einem Anteil von 32 Prozent. Die Kreditkarte kommt auf zehn Prozent, mobile und Internetzahlungsverfahren auf zusammen elf Prozent.
Es ist also riskant, nur Bargeld anzunehmen. Kartenzahlungen sind wichtig, um Stoßzeiten zu bewältigen, Spontankäufe zu erleichtern und das Zusammenspiel mit digitalen Bestellungen zu stärken.
Wichtig ist, dass elektronische Kassensysteme mit Kassenfunktion in Deutschland mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) arbeiten müssen. Diese müssen zudem seit dem 1. Januar 2025 der Finanzverwaltung gemeldet werden.
Schritt 7: Personal einstellen und die Eröffnung vorbereiten
In einem Döner-Laden existieren klar voneinander abgrenzbare Aufgabenbereiche und alle müssen vor der Eröffnung passend mit Personal besetzt sein:
- Grill
- Fleisch schneiden
- Ausgabe von Brot und Dürüm
- Kasse
- Reinigung
- Salat- und Saucenstation
- Warenannahme
- Schichtleitung
Arbeitet der Laden mit einem kleinen Team, übernimmt eine Person zumeist mehrere Rollen. Der Betreiber sollte noch vor Eröffnung entsprechende Arbeitsanweisungen geben, Hygienestandards und Reinigungspläne festlegen und die Schichtabläufe und Notfallroutinen planen.
Benötigte Ausrüstung für einen Döner-Laden
Ein Drehspieß allein reicht nicht aus, um einen Döner-Laden zu betreiben. Zubereitung, Kühlung und Ausgabe sowie weitere Prozesse erfordern eine umfangreiche Ausstattung. Diese muss komplett sein, bevor der Laden zum ersten Mal seine Tür für Gäste öffnet.
Dönergrill und Kochausrüstung
Der Döner-Laden ist als Geschäft vor allem für seinen vertikalen Drehspieß bekannt. Dieser gehört zu den Markenzeichen dieser gastronomischen Betriebe. Spezialisierte Gastro-Händler bieten professionelle Geräte in diesem Bereich für etwa 1.000 bis 1.500 Euro an. Die Preise können aber auch deutlich über dieser Spanne liegen.
Je nach Angebot auf der Speisekarte benötigt ein Döner-Laden weitere Geräte wie Fritteusen, Kontakt- oder Flachgrills, Warmhalteoptionen und viele kleinere Kochgeräte.
Kühlung und Lebensmittellagerung
Zu den wichtigen Funktionen im Döner-Laden gehört die Kühlung. Diese ist erforderlich für eine Reihe von Produkten wie etwa Fleisch, Saucen, Milchprodukte und Gemüse sowie für Getränke. Die Anschaffung eines geeigneten Gewerbekühlschranks ist daher unumgänglich. Die Preise hierfür bewegen sich in einem Bereich zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Einfachere Geräte für die Getränkekühlung sind bereits ab 500 Euro erhältlich.
Ausrüstung für die Zubereitung und das Servieren von Speisen
Die Zubereitung und das Servieren von Speisen erfordern weitere Ausrüstung für einen reibungslosen täglichen Ablauf im Restaurant. Wichtig sind zum Beispiel Arbeitstische aus Edelstahl, Schneidmesser in verschiedenen Größen und Gastronorm-Behälter (GN-Behälter) für das Lagern, Transportieren, Zubereiten, Erhitzen und Präsentieren der Speisen.
Zur weiteren Ausrüstung gehören Saucenstationen, Warmhalte- oder Ausgabeelemente sowie Verpackungsmaterial. Wie groß der Arbeitstisch sein muss und wie viel Ausrüstung für die Zubereitung und das Servieren von Speisen erforderlich ist, hängt von der Größe des Döner-Ladens und der Vielfältigkeit des Angebots ab. Einfache Edelstahl-Arbeitstische sind bereits ab 150 Euro erhältlich.
Sonstige Ausrüstung für einen Dönerladen
Für eine vollständige Ausstattung des Döner-Ladens ist weitere Ausrüstung erforderlich. Dazu gehören zum Beispiel Lüftungs- und Absaugsysteme, Reinigungs- und Desinfektionsgeräte oder auch Ausstellungsvitrinen, um die Ware ansprechend präsentieren und gleichzeitig schützen zu können.
Einfache Abzugshauben können bereits knapp 1.000 Euro kosten, Decken- oder Komplettlösungen deutlich mehr.Eine besondere Bedeutung kommt auch dem Kassenterminal bzw. der Registrierkasse zu. Diese Ausstattung ist besonders wichtig, um Zahlungen ohne Verzögerung entgegennehmen zu können. Das ist gerade zu Stoßzeiten ein Faktor.
Moderne Lösungen helfen dabei, Bestellungen schnell zu erfassen, Bons zu erstellen und im Idealfall Kartenzahlungen kontaktlos abzuwickeln. Eine einfache Bedienung und Artikelverwaltung sind ebenfalls wichtig.
Startkosten und laufende Ausgaben
Die finanzielle Planung gestaltet sich anspruchsvoll für jeden, der einen Dönerladen eröffnen möchte. Es sind anfängliche und einmalige Investitionen erforderlich, zu denen später laufende Ausgaben hinzukommen. Zu den wichtigsten Betriebskosten gehören die Miete und die Gehälter für das Personal.
Hier ist es notwendig, sich frühzeitig einen Überblick zu verschaffen und zu einer realistischen Einschätzung zu gelangen.
Geschätzte Startkosten für einen Dönerladen in Deutschland
Die Startbedingungen, Standorte, Zielgruppen und Angebote an Speisen sind zu vielfältig, um allgemeine Aussagen zu den Startkosten eines Dönerladens in Deutschland treffen zu können. Es ist jedoch möglich, einzelne Szenarien durchzuspielen, um eine grobe Orientierung geben zu können.
Bereits die Geräte für das Grillen, Lüften, die Kühlung und die Kasse können schnell einen mittleren fünfstelligen Betrag kosten. Branchenanbieter rufen Preise von etwa 1.000 Euro pro Quadratmeter Ladenbau und Einrichtung auf.
Wer den Einstieg günstiger gestalten möchte, hat vor allem mit der Ladenfläche einen Hebel. Auch ein anfänglich schlankeres Sortiment kann dabei helfen, die Startkosten zu begrenzen.
Monatliche Betriebskosten
Die monatlich anfallenden Betriebskosten für einen Döner-Laden lassen sich vor allem anhand dieser fünf Blöcke beschreiben:
- Miete: Die Kosten für die Miete hängen vor allem vom Standort ab. Hochfrequenzlagen etwa in Berlin oder Hamburg bedeuten regelmäßig höhere Fixkosten.
- Personal: Wer nur zwei Vollzeitkräfte zum Mindestlohn in seinem Döner-Imbiss beschäftigt, muss bereits mit Kosten von mindestens 4.686 Euro im Monat rechnen.
- Wareneinsatz: Döner-Läden haben einen hohen Wareneinsatz. Dazu gehören neben dem Fleisch auch Brot und Gemüse sowie Getränke.
- Energie und Nebenkosten: Laufende Kosten fallen für Strom, Gas und Wasser an. Gerade bei langen Öffnungszeiten können diese Kostenfaktoren erheblich sein.
- Vertriebskosten: Wer mit Lieferplattformen arbeitet, muss hierfür weitere Kosten einkalkulieren. Hier fallen Provisionen an, die zweistellige Prozentsätze erreichen können.
Die Finanzplanung muss sicherstellen, dass diese Kosten durch die monatlichen Einnahmen gedeckt sind, damit keine Liquiditätsengpässe entstehen.
Kosten für die Zahlungsabwicklung
Kosten entstehen auch durch die Abwicklung von Kartenzahlungen. Die konkreten Gebühren hängen vom gewählten Dienstleister ab. Für inländische Verbraucher-Debitkarten liegen die Kosten zum Beispiel bei 0,90 Prozent und bei 1,30 Prozent für inländische Verbraucher-Kreditkarten. Bei anderen Kartenarten können die Gebühren höher liegen.
Es ist wichtig, diese Gebühren für Kartenzahlungen in die Preiskalkulation einfließen zu lassen, weil sie die Marge reduzieren. Die Umsatzausfälle durch fehlende Kartenakzeptanz würden in einem Take-away-Geschäft jedoch schwerer wiegen als die Gebühren. Außerdem ermöglichen die klaren Kostenstrukturen hier eine Planung innerhalb eines verlässlichen Rahmens.
Akzeptanz von Kartenzahlungen in einem Döner-Laden
Deutschland gehört zu den Ländern, in denen die Konsumenten lange am Bargeld festgehalten haben. Gerade im Imbiss galt das Bargeld noch bis vor wenigen Jahren als Standard. Doch auch hierzulande ändert sich das Zahlungsverhalten.
Die Bundesbank kann in ihren Studien klar aufzeigen, dass sich Bargeldzahlungen mittlerweile auch in Deutschland auf dem Rückzug befinden. Vor allem die Debitkarte und die Kontaktloszahlung sowie mobile Zahlungen sind hingegen auf dem Vormarsch.
Für die Betreiber von Döner-Läden ist es daher wichtig, mit der Zeit zu gehen und Kartenzahlungen anzubieten und diese kontaktlos verarbeiten zu können. Für Gastronomiebetriebe bietet myPOS dafür mobile Kartenlesegeräte an. Diese lassen sich ohne großen Zusatzaufwand in den Tagesbetrieb integrieren. Funktionen wie ein digitaler Belegversand, Trinkgeldannahme oder Daten-SIM sind je nach Modell vorhanden.
Ob ein Döner-Laden gut organisiert oder chaotisch wirkt, stellen die Kunden während der Stoßzeiten schnell fest. Gerade dann kommt es auf ein Setup an, auf das sich jeder verlassen kann. Eine kontaktlose Zahlung sorgt hier für eine schnellere Abwicklung und reduziert die Fehleranfälligkeit des Prozesses.
Marketing für Ihren Döner-Laden in Deutschland
Eine hohe Sichtbarkeit in der Straße ist ein großer Vorteil für einen Dönerladen. Ein guter Standort allein reicht aber nicht aus. Die Kunden müssen das Geschäft auch online problemlos finden können und der Laden sollte lokal präsent sein. Dafür ist ein durchdachtes Marketing erforderlich.
Lokale Marketingstrategien
Zu einem überzeugenden lokalen Auftritt gehören eine starke Ladenbeschilderung und eine saubere Fassadengestaltung. Wer auf den Laden zugeht, sollte schnell erkennen können, dass er hier hochwertig speisen kann.
Wichtig sind klare Preisangaben, damit die Kunden sich schnell orientieren können. Zum Marketing gehören spezielle Angebote wie ein Mittagstisch oder Eröffnungsaktionen, wenn der Laden zum ersten Mal seine Tore öffnet. Menüs zugeschnitten auf Büroarbeiter oder Studenten sind ebenfalls sinnvoll.
Im lokalen Marketing ist es wichtig, mit einfachen, aber durchdringenden Botschaften zu arbeiten. Dabei ist aber darauf zu achten, dass die Botschaft zum Konzept des Ladens passt. Dumpingpreise ergeben wenig Sinn, wenn der Döner-Laden Zutaten in Premium-Qualität anbietet.
Online-Präsenz und Kundenbewertungen
Wer heute ein lokales Gastronomiegeschäft betreibt, sollte unbedingt über Suchmaschinen auffindbar sein. Dazu gehört ein aktuelles und gepflegtes Unternehmensprofil. Die Kunden sollten sofort einsehen können, wann die Öffnungszeiten sind und was die Speisekarte zu bieten hat. Gute Fotos von der Lokalität mit allen ihren Vorzügen runden das Profil ab.
Wichtig sind auch Bewertungen anderer Nutzer. Der Betreiber sollte auf Kritik eingehen und auf entsprechende Bewertungen antworten. Google-Rezensionen gehören zu den entscheidenden Konversionsfaktoren und helfen dabei, potenzielle Besucher von sich zu überzeugen.
Wer nach einem Restaurant in der Nähe sucht, trifft diese Entscheidung häufig spontan. Hier setzen sich die Döner-Läden durch, die sich eine entsprechende digitale Sichtbarkeit aufgebaut haben.
Lieferplattformen und Werbeaktionen
Das Liefergeschäft bietet gerade in der Großstadt einen lukrativen Zusatzkanal. Es ist daher zu überlegen, ob die Zusammenarbeit mit Lieferplattformen sinnvoll ist. Ideal ist dieser Kanal zum Beispiel als Ergänzung, um umsatzschwächere Wochentage auszugleichen oder abends noch höheren Umsatz zu generieren.
In der Praxis fahren die Betreiber von Döner-Läden häufig eine Mischstrategie. Dazu gehören auch Lieferplattformen, um mehr Reichweite zu erhalten. Die Abholung wird angeboten, um bei solchen Bestellungen eine bessere Marge zu erhalten. Und für Stammkunden können eigene Kanäle eingerichtet werden.
Rabattaktionen sind gerade in der Startphase interessant, um sich schnell einen Kundenstamm aufzubauen und die Bekanntheit zu erhöhen. Diese Aktionen sollten aber zeitlich begrenzt bleiben, da sie die Margen schwächen.
Fazit: Die erfolgreiche Eröffnung eines Döner-Kebab-Ladens in Deutschland
Erfolgreiche Döner-Läden basieren auf einem tragfähigen Geschäftskonzept, profitieren von einem passenden Standort und halten alle rechtlichen und hygienischen Vorgaben strikt ein.
Wichtig sind eine realistische Kostenplanung und eine gute Organisation, damit alle Abläufe im Laden auch zu Stoßzeiten effizient bleiben.
Kommen dann noch ein überzeugendes Marketing und zeitgemäße Zahlungsoptionen hinzu, sind alle Voraussetzungen für einen wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb erfüllt.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Gewerbeanmeldung, um einen Dönerladen zu eröffnen?
Ja. Da es sich bei einem Dönerladen um ein gewerbliches Gastronomievorhaben handelt, ist eine Anmeldung beim zuständigen Gewerbeamt erforderlich. Die Anmeldung muss noch vor dem Beginn der Tätigkeit erfolgt sein. Gaststättenrechtlich wäre der Betrieb erlaubnisfrei, wenn nur zubereitete Speisen und alkoholfreie Getränke angeboten werden. Sobald alkoholische Getränke hinzukommen, ist eine Gaststättenerlaubnis regelmäßig erforderlich.
Ist ein Lebensmittelhygienezeugnis für Betreiber vorgeschrieben?
Wenn Betreiber Fleisch schneiden, Speisen zubereiten, verkaufen oder ausgeben, ist eine sogenannte Belehrung und Bescheinigung nach § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG) erforderlich. Davon sind auch Betreiber von Dönerläden betroffen. Bei Aufnahme der Tätigkeit darf diese Bescheinigung nicht älter als drei Monate sein. Das reicht aber noch nicht aus. Hinzu muss ein Hygienemanagement nach HACCP-Grundsätzen kommen, das zur Betriebsgröße passen muss
Welches Startkapital ist für einen Dönerladen realistisch?
Das benötigte Startkapital hängt von einer Reihe von Faktoren ab, von denen die Größe des Geschäfts und der Standort zu den wichtigsten gehören. Allgemeine Richtwerte sind hier nur schwer abzuleiten. An günstigeren Standorten kann der Start bereits mit einer Summe zwischen 50.000 und 100.000 Euro gelingen. Weniger Kapital ist erforderlich, wenn die Übernahme eines bestehenden Betriebs geplant ist.
Brauche ich einen Fettabscheider für eine Döner-Küche?
Ja, in den meisten Fällen wird ein Fettabscheider in der Döner-Küche erforderlich sein. Die genauen Regelungen hängen aber vom kommunalen Abwasserrecht ab. Wenn ein Spülbereich vorhanden ist, Saucenreste anfallen, eine Fleischverarbeitung stattfindet oder fettbelastetes Abwasser entsteht, wird praktisch immer ein Fettabscheider benötigt. Genaue Auskünfte über die kommunale Abwassersatzung und die technischen Vorgaben vor Ort kann die zuständige Wasser- oder Umweltbehörde geben.
Welche Hygienestandards gelten bei Kontrollen durch das Gesundheitsamt?
Die Kontrollen bezüglich der Hygiene führen die Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter der Städte und Landkreise durch. Nur umgangssprachlich ist hier häufig vom klassischen Gesundheitsamt die Rede, das dafür aber gar nicht zuständig ist.
Bei Kontrollen im Zusammenhang mit dem Döner-Imbiss geht es vor allem um das HACCP-System. Hierbei handelt es sich um ein präventives Sicherheitsmanagement für Lebensmittelunternehmen. Es geht bei der Prüfung zudem um Eigenkontrollen, die Temperaturüberwachung beim Kühlen, das Warmhalten und Erhitzen oder die Personalhygiene sowie die Trennung von rohen und verzehrfertigen Lebensmitteln.
Darf ich Sitzplätze anbieten, ohne eine Gaststättenlizenz zu haben?
Es ist grundsätzlich möglich, Sitzplätze anzubieten auch ohne Erlaubnis. Das gilt, wenn nur zubereitete Speisen und alkoholfreie Getränke angeboten werden. Die Gaststättenlizenz kommt erst dann ins Spiel, wenn alkoholische Getränke ausgeschenkt werden. Trotzdem kann es andere baurechtliche, nutzungsrechtliche und lokale Anforderungen geben, die auch ohne Erfordernis für eine Gaststättenerlaubnis relevant sind. Das ist im Einzelnen zum Beispiel mit dem Bauamt oder dem Amt für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung abzuklären.
Wie wirken sich Lieferando und Liefer-Apps auf die Gewinnspanne aus?
Lieferando und Liefer-Apps wirken zumeist auf zweierlei Weise. Zum einen bieten sie mehr Absatzmöglichkeiten, weil sich die Reichweite erhöht. Gleichzeitig drücken sie jedoch die Marge pro Bestellung. Die Betreiber von Döner-Läden müssen hier also genau abwägen, ob die Vorteile überwiegen. Einige Kunden möchten zum Beispiel nicht direkt im Laden bestellen und wären daher ohne die Apps nicht erreichbar.
Wird in kleinen Döner-Läden Kartenzahlung erwartet?
Grundsätzlich ist gerade in Großstädten und an Standorten mit einem jüngeren Publikum davon auszugehen, dass Kartenzahlungen im Laden erwartet werden. Auch an touristisch belebten Orten und bei internationaler Kundschaft ist es wichtig, diese Zahlungsoption anzubieten. Impulskäufe und Kunden könnten verloren gehen, wenn nur Bargeld akzeptiert wird. Zu den Grundlagen gehört daher heute ein kontaktloses Karten-Setup, um alle Wünsche bedienen zu können.



