Inneneinrichtung für kleine Cafés: 10 kostengünstige Tipps
Letzte Aktualisierung: 15.06.2026
Von der Inneneinrichtung eines Cafés hängt nicht selten ein maßgeblicher Anteil des geschäftlichen Erfolgs ab. Sie entscheidet darüber, wie einladend die Lokalität wirkt, und kann neben den Gästen auch auf das Personal einen positiven Effekt haben. In einer freundlichen Umgebung arbeiten die Menschen gerne und die Effizienz steigt.
Eine Inneneinrichtung verursacht aber auch Kosten. Und da gerade in deutschen Städten mit hohen Mieten bereits entsprechende Kosten zu stemmen sind, sollte die Investition in die Einrichtung klug geplant werden. Hier geht es darum, auch mit kleinem Budget eine möglichst hohe Wirkung zu erzielen.
Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind im Gastrogewerbe heute ohnehin groß. Das Statistische Bundesamt meldete für 2025 im deutschen Gastgewerbe vorläufig real 2,1 Prozent weniger Umsatz als 2024; in der Gastronomie lag der reale Rückgang bei 2,2 Prozent. Es ist daher wichtig, die Inneneinrichtung eines Cafés konsequent als Hebel für mehr Umsatz zu nutzen.
INHALTSVERZEICHNIS
- Beginnen Sie mit dem Café, das Sie tatsächlich betreiben möchten
- Richten Sie das Budget an den geschäftlichen Prioritäten aus
- Planen Sie die Raumaufteilung vor dem Design
- Nutzen Sie jeden Sitzplatz optimal
- Verwandeln Sie die Theke in einen Verkaufsbereich
- Setzen Sie kostengünstige Einrichtungsideen mit großer optischer Wirkung ein
- Gestaltung für das Personal, nicht nur für die Kunden
- Sorgen Sie dafür, dass das Café leicht zu reinigen und zu pflegen ist
- Fehler, die ein Low-Budget-Café billig wirken lassen
- Fazit
Beginnen Sie mit dem Café, das Sie tatsächlich betreiben möchten
Bevor Sie Farben, Möbel oder Dekorationen auswählen, sollte klar sein, welches Geschäftsmodell Sie mit der Investition unterstützen möchten.
Kennen Sie Ihr Café-Modell, bevor Sie mit der Gestaltung beginnen
Die Umsetzung einer gelungenen Inneneinrichtung beginnt damit, das eigene Geschäft zu kennen. Ein Take-away-Café in Berlin-Mitte ist anders auszustatten als ein gemütliches Bäckerei-Café in Bayern.
Für ein To-go-Café sind zum Beispiel breite Laufwege und eine gut sichtbare Menütafel wichtig. Bei einem Sitzcafé kommt es mehr auf Komfort, eine angenehme Beleuchtung und passende Sitzgelegenheiten an. Beim Bäckerei-Café liegt der Schwerpunkt bei den Vitrinen, Brotkörben und den Selbstbedienungspunkten.
Lassen Sie die Inneneinrichtung Ihre Verkaufsstrategie unterstützen
Bei der Gestaltung eines Raums sollte immer die Frage im Vordergrund stehen, was hier verkauft werden soll. Beim Verkauf von Kaffee und Brötchen ist eine gut aufgeräumte Theke wichtig, die schnelle Verkaufsentscheidungen unterstützt. Bei Kuchen und Torten hingegen kommt es auf eine attraktive Präsentation mit guter Beleuchtung an.
Wer für seine Inneneinrichtung nach Café-Ideen sucht, sollte auch die Zahlungsabläufe betrachten. Neben Barzahlungen sollten Zahlungen per Karte und Smartphone möglich sein, damit Bestellung und Bezahlung für Gäste so einfach wie möglich bleiben.
Vermeiden Sie eine „schöne, aber unrentable“ Inneneinrichtung
Eine moderne Café-Innenausstattung mit kleinem Budget darf die wichtigen Abläufe im Geschäft nicht behindern. Die Rentabilität hat vor der Optik immer Vorrang. Ein schickes Café nutzt dem Betreiber nichts, wenn Warteschlangen die Tische blockieren, sich das Personal hinter der Theke im Weg steht oder Gebäck und andere Waren für die Kunden schlecht sichtbar sind.
Richten Sie das Budget an den geschäftlichen Prioritäten aus
Ein kleines Café sollte sein Budget genau dort einsetzen, wo es den Umsatz und den täglichen Betrieb am stärksten unterstützen kann.
Investieren Sie das erste Geld in das Wesentliche
Bei einem kleinen Budget sollte sich das Investment auf Elemente beschränken, die die tägliche Arbeit tatsächlich beeinflussen. Dazu gehören robuste Bodenbeläge, hygienische Arbeitsbereiche oder eine klar strukturierte Lagerzone. Es kommt auf eine gelungene Raumaufteilung und sichere Möbel an.
Wissen, wo man sparen kann
Bei Wandgestaltung, Pflanzen, Dekorationen, Spiegeln, einfachen Regalen, Second-Hand-Möbeln und einfachen Akzentwänden bieten sich häufig Einsparmöglichkeiten. Kostengünstige Details können trotzdem hochwertig wirken, wenn sie zur eigenen Marke passen. Das können maritime Details für Hamburg oder warmes Holz in Süddeutschland sein.
Eine einfache Café-Innenausstattung mit kleinem Budget muss also nicht billig erscheinen, wenn Materialien, Farben und Branding-Elemente optimal zusammenspielen. Auf teure Einzelstücke sollte hingegen verzichtet werden.
Wissen, wo man keine Abstriche machen sollte
Für Stühle, Tische, Bodenbeläge, Thekenoberflächen, eine kundenorientierte Beleuchtung sowie häufig genutzte Möbel sollte mehr Geld ausgegeben werden. Das gilt für alle Elemente, die täglich genutzt werden.
Hier gilt es zu berücksichtigen, dass günstige Artikel häufig höhere Folgekosten haben. Das liegt zum Beispiel an einem höheren Verschleiß etwa bei günstigen Stühlen, die schnell zu wackeln anfangen oder brechen. Zuerst günstig erscheinende Anschaffungen offenbaren ihre wahren Kosten oft erst später.
Halten Sie einen kleinen Reparaturpuffer bereit
Selbst bei der sorgfältigsten Planung lassen sich zusätzliche Kosten nicht vermeiden. Notwendige Elektroarbeiten, die Reparatur beschädigter Bodenbeläge oder eine Anpassung der Beleuchtung können irgendwann erforderlich sein. Es ist daher wichtig, für kleine Ausbesserungen einen Reparaturpuffer zu berücksichtigen.
Kosten sind auch einzuplanen für Artikel, die der laufende Betrieb erfordert. Dazu gehören Ersatzglühbirnen, Möbelschrauben, Filzgleiter, Ersatzfarben, Reinigungsmittel, Stuhlkissen oder einfache Werkzeuge.
Planen Sie die Raumaufteilung vor dem Design
Eine gelungene Café-Innenausstattung beginnt mit einer guten Raumaufteilung. Sie entscheidet darüber, wie sich Gäste zurechtfinden und wie effizient das Personal arbeiten kann.
Machen Sie den Kundenweg deutlich erkennbar
Direkt beim Betreten der Lokalität sollte der Kunde erkennen, wo er anstehen muss, seine Bestellung abholen und bezahlen kann. Dafür sind klare Wege, eine gute Beschilderung, logische Selbstbedienungspunkte und gut sichtbare Preise notwendig.
Klarheit bei der Darstellung der Preise hat auch rechtliche Relevanz. Laut Preisangabenverordnung (PAngV) müssen Gaststätten Preise in Preisverzeichnissen angeben. Diese sollten so platziert sein, dass die Gäste sie vor der Bestellung gut lesen können. Möglich sind gut sichtbar angebrachte Preisverzeichnisse, Preisangaben am Eingang oder Speisekarten, die vor der Bestellung vorgelegt werden.
Bei Selbstbedienung sollten Speisen und Getränke durch Preisschilder oder Beschriftungen ausgezeichnet sein. Wird für Mehrweg- oder Pfandbehälter ein Pfand erhoben, ist dieser Betrag separat neben dem Preis auszuweisen.
Halten Sie die Warteschlange von den sitzenden Kunden fern
Die Warteschlangen sollten nicht an den Tischen der Gäste vorbeiführen. Auch Türen, Toilettenzugänge oder Wege des Personals sollten nicht blockiert werden. Die Gäste könnten sich sonst schnell unwohl fühlen oder das Personal könnte in seiner Arbeit behindert werden.
Gerade bei kleineren Räumlichkeiten kann es schwierig sein, hier allen Anforderungen gerecht zu werden. Es kommt daher auf eine sorgfältige Planung der zu erwartenden Warteschlangen an.
Testen Sie die Raumaufteilung zu Stoßzeiten
Die Raumaufteilung sollte gedanklich immer so getestet werden, dass sie auch zu Stoßzeiten noch funktioniert.
Wie sieht es zum Beispiel aus, wenn am Wochenende größere Gruppen kommen? Wo könnten sich Kunden kreuzen und was sind die ungünstigen Stellen? Der morgendliche Ansturm von Gästen, die Abholungen von Lieferungen und die Spitzenzeiten am Wochenende sollten als Stresstest für die Raumaufteilung dienen.
Nutzen Sie jeden Sitzplatz optimal
In kleinen Cafés zählt jeder Sitzplatz, denn er beeinflusst die Atmosphäre und auch den Umsatz pro Quadratmeter.
Wählen Sie Sitzgelegenheiten für Ihre Kundentypen
Einzelgäste und Laptop-Nutzer haben andere Anforderungen als Paare, Brunch-Gruppen oder Familien. Jeder benötigt unterschiedliche Sitzgelegenheiten.
Für kurze Aufenthalte eignen sich zum Beispiel Fenstertheken und Barhocker. Zweiertische hingegen bieten mehr Flexibilität. Wer Platz sparen möchte, installiert Wandbänke. Für Gruppen sollten größere Tische angeschafft werden.
Verwenden Sie kleine Tische und flexible Layouts
Kleine Cafés profitieren besonders von Zweiertischen. Diese sind flexibel, weil sie bei Bedarf zusammengestellt werden können. Eine Wandbank mit mehreren kleinen Tischen ist daher eventuell eine sinnvollere Anschaffung als mehrere große Einzeltische.
Für laptopfreundliche Cafés sollten Steckdosen gezielt gesetzt werden. Dabei ist es aber nicht erforderlich, gleich jeden Sitzplatz zum Arbeitsplatz umzurüsten. Hier gilt es, den Sitzplatzumsatz nicht aus dem Blick zu verlieren.
Finden Sie die richtige Balance zwischen Komfort und Umsatz
Lounge-Sessel sehen gemütlich aus, sie benötigen aber auch viel Fläche. In einem Premium-Café mit langen Aufenthalten ist das zumeist kein Problem. In kleinen Cafés sollten sie jedoch sparsamer eingesetzt werden.
Kleine Cafés in hoher Mietlage agieren wirtschaftlicher, wenn sie Komfort und Funktionalität kombinieren: stabile Stühle und Tische, eine angenehme Sitzhöhe und klare Abstände sind hier wichtiger.
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Verwandeln Sie die Theke in einen Verkaufsbereich
Eine gut geplante Theke hilft Kunden bei der Bestellung, macht Produkte sichtbarer und unterstützt das Personal bei effizienter Arbeit auch zu Stoßzeiten.
Gestalten Sie die Bestellung schnell und übersichtlich
Die Theke ist nicht nur ein Arbeitsplatz, sie hilft maßgeblich beim Verkauf. Bestellungen, Bezahlung, Ausgabe der Ware und Personalbewegung müssen hinter der Theke koordiniert werden.
Hier darf sich nichts gegenseitig blockieren, um die Effizienz zu erhalten. So sollten Kaffeemaschine, Becher, Deckel, Tüten und andere Utensilien genau dort griffbereit liegen, wo sie benötigt werden.
Zu beachten ist auch, dass elektronische Kassensysteme in Deutschland grundsätzlich die Anforderungen nach § 146a AO und Kassensicherungsverordnung erfüllen müssen. Dazu gehört insbesondere, dass sie über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen und Belege ausgeben können. Hier kommt es auf spezielle Lösungen für die Gastronomie wie etwa ein modernes Kartenterminal für Ihr Café an, das Zahlungen schnell, übersichtlich und regelkonform abwickeln kann.
Platzieren Sie die Speisekarte dort, wo Kunden frühzeitig entscheiden können
Die Menütafel sollte dort aufgestellt oder angebracht werden, wo die Gäste früh ihre Kaufentscheidung treffen. Es lohnt sich daher, eine Menütafel direkt vor der Kasse aufzustellen. Bestseller, Kombi-Angebote, Zusatzprodukte und margenstarke Artikel sollten in den Vordergrund gestellt werden. Das gilt auch für saisonale Angebote wie Stollen, Erdbeerkuchen oder Ostergebäck.
Bei nicht vorverpackten Speisen und Getränken sollten zudem Allergeninformationen mitgedacht werden: Die 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergene müssen für Gäste verfügbar sein, zum Beispiel schriftlich auf Speise- oder Getränkekarten, über Aushänge oder mündlich mit schriftlicher Dokumentation und gut sichtbarem Hinweis vor Ort.
Nutzen Sie Produktpräsentationen, um den Durchschnittsumsatz zu steigern
Gebäck, Kuchen, Torten, Getränke in Flaschen, Snacks, Kaffee zum Mitnehmen und kleine Geschenkartikel sollten nahe der Kasse sichtbar sein. Bei To-go-Angeboten ist außerdem die Mehrwegangebotspflicht mitzudenken: Seit dem 1. Januar 2023 müssen viele Gastronomiebetriebe Speisen und Getränke zum Mitnehmen auch in Mehrwegverpackungen anbieten.
Deshalb sollten an der Theke Platz für Mehrwegbecher, Rückgaben, Pfandhinweise und klare Kundeninformationen eingeplant werden. Die Auslagen sollten zudem sauber gehalten werden, gut beleuchtet und leicht nachzufüllen sein. Das erhöht die Verkaufschancen. Eine attraktiv gestaltete Auslage ist wichtig, sie sollte aber auch nicht überladen sein.
Setzen Sie kostengünstige Einrichtungsideen mit großer optischer Wirkung ein
Selbst kleine gestalterische Maßnahmen können einen großen Einfluss auf die Produktpräsentation und die allgemeine Wirkung des Cafés haben.
Verleihen Sie dem Raum mit Farbe einen neuen Look
Der Einkauf von Farben belastet das Budget kaum, bietet aber viele Möglichkeiten, die Wirkung eines Cafés deutlich zu verändern. Ruhige Grundfarben oder gezielte Markenfarben können den Raum ebenso wie eine Akzentwand moderner, wärmer oder premiumartiger erscheinen lassen.
Für kleine Cafés eignen sich klare Farbkonzepte besser als viele miteinander konkurrierende Töne, die schnell unruhig wirken können.
Schaffen Sie ein einprägsames Highlight
Manchmal lässt sich mit einem einzelnen starken Gestaltungselement eine professionellere Wirkung erzielen als mit vielen kleinen Dekorationen zusammen. Das kann eine Logo-Wand, eine Kreidetafelwand, eine Spiegelwand, lokale Kunst oder eine Fotoecke sein.
Interessant ist auch eine Wand mit Produktgeschichten. Solche Branding-Elemente geben dem Café Wiedererkennungswert und lassen sich zudem für Social Media verwerten.
Setzen Sie Second-Hand-Stücke gezielt ein
Gebrauchte Möbel wie etwa restaurierte Stühle, Vintage-Spiegel oder wiederverwertete Regale können Charakter schaffen und das Budget schonen. Es lohnt sich, nach gebrauchten Vitrinen oder lokal handgefertigten Stücken Ausschau zu halten.
Werden Materialien, Farben und Formen bewusst kombiniert, wirken Second-Hand-Elemente hochwertig statt zufällig. Vor dem Kauf sind aber noch einmal Aspekte wie Sicherheit, Stabilität, Komfort und Reinigungsfreundlichkeit zu prüfen.
Verbessern Sie Licht, Wärme und Atmosphäre
Ein gutes Beleuchtungskonzept ist so konzipiert, dass es Speisen, Getränke und Sitzbereiche sofort attraktiver wirken lässt. Warme Leuchtmittel, Pendelleuchten, LED-Streifen oder eine hellere Thekenbeleuchtung sind oft ohne große Umbauten möglich.
Schaffen Sie Atmosphäre, ohne Unordnung zu verursachen
Pflanzen, lokale Kunst, einfache Tischdekorationen und saisonale Akzente sowie Hintergrundmusik können dabei helfen, ein Café gemütlicher zu gestalten. Bei Musik sollten Betreiber beachten, dass die öffentliche Wiedergabe in Cafés in der Regel angemeldet und lizenziert werden muss, etwa über die GEMA.
Gleichzeitig sollte der Kundenfluss durch die Dekoration nicht behindert werden. Es ist auch zu beachten, dass sie Staub sammeln und den Reinigungsaufwand erhöhen kann. In kleinen Räumen gilt, dass wenige, aber passende Details sich stärker auf die Atmosphäre auswirken als viele zufällige Dekorationen.
Gestaltung für das Personal, nicht nur für die Kunden
Eine gute Möbelgestaltung reduziert wiederholte Arbeitsschritte. Tassen, Deckel, Milch, Servietten, Reinigungsutensilien, Tragetaschen und Bestellhilfen sollten in unmittelbarer Nähe der Arbeitsbereiche des Personals bereitgestellt werden. Auf diese Weise lassen sich Engpässe hinter der Theke beseitigen.
Die Aufstellung der Maschinen sollte genau überprüft werden. Das gilt auch für den Zugang zu Kühlschränken und Spülbecken, die Tiefe der Theke sowie den Durchgangsraum für das Personal. Dabei sollten Betreiber auch die Anforderungen an Verkehrswege berücksichtigen: Die ASR A1.8 konkretisiert Vorgaben für Verkehrswege in Arbeitsstätten, unter anderem zu erforderlichen Breiten je nach Nutzung und Personenzahl. Durchgänge hinter der Theke sollten daher nicht nur praktisch wirken, sondern dauerhaft sicher nutzbar und ausreichend breit geplant sein.
Das Nachfüllen sollte so einfach wie möglich sein. Für Verpackungen, Trockenwaren, Verkaufsprodukte, Reinigungsmittel und Reservebestände sollten übersichtliche Lagerbereiche genutzt werden. Ein besseres Nachfüllsystem hilft dem Café, auch in Stoßzeiten aufgeräumt zu bleiben.
Sorgen Sie dafür, dass das Café leicht zu reinigen und zu pflegen ist
Die verwendeten Materialien müssen dem täglichen Gebrauch standhalten und die Lebensmittelhygiene unterstützen. Für gastronomische Betriebe sind dabei Eigenkontrollen nach HACCP-Grundsätzen relevant; Oberflächen, Arbeitsbereiche und Lagerzonen sollten deshalb so geplant werden, dass sie leicht zu reinigen, instand zu halten und bei Bedarf zu desinfizieren sind. Nützlich sind daher abwischbare Farben, versiegeltes Holz, Laminattische, abwaschbare Sitzmöbel, strapazierfähige Bodenbeläge und kratzfeste Oberflächen.
Unordnung in den Kundenbereichen sollte vermieden werden. Zu achten ist zum Beispiel auf Gewürzstationen, Behälter, Vorratskisten, ungenutzte Stühle, Verpackungen für Mitnahmeartikel und Reinigungsutensilien.
Zudem sollten Reparaturen von Anfang an eingeplant werden. Hier sind Ersatzfarben, Möbelschrauben, Stuhlkissen, Ersatzglühbirnen und grundlegendes Reparaturzubehör im Budget zu berücksichtigen.
Fehler, die ein Low-Budget-Café billig wirken lassen
Zu viele Gestaltungsfehler können auch ein eigentlich schönes Café in der Summe billig wirken lassen. Darauf ist zu achten:
- Zu viele unpassende Designideen: Willkürlich gewählte Farben, Möbel, Schilder und Dekoration lassen ein Café unfertig erscheinen.
- Möbel, die gut aussehen, aber in der Praxis versagen: Wackelige Tische, unbequeme Stühle, fleckanfällige Stoffe und ungünstige Tischhöhen wirken immer unprofessionell.
- Schlechte Sichtbarkeit von Speisekarte und Produkten: Versteckte Speisekarten und unauffällige Auslagen verlangsamen die Bestellung und verringern die Verkaufschancen.
- Dekoration vor dem Betrieb: Kein noch so aufwendiges Styling kann einen schlechten Ablauf, beengte Sitzgelegenheiten, langsamen Service oder unordentliche Lagerung ausgleichen.
Wer diese Punkte beachtet, befindet sich bei der Gestaltung seines kleinen Cafés bereits auf dem richtigen Weg.
Fazit
Eine gute Innenausstattung für kleine Cafés mit geringem Budget verbindet Gestaltung immer mit praktischen Geschäftszielen. Sie sollte den täglichen Betrieb vereinfachen, Kunden die Bestellung erleichtern, Produkte besser sichtbar machen und den Aufenthalt angenehmer gestalten.
Besonders wichtig sind eine klare Raumaufteilung, ein intuitiver Kundenfluss und gut genutzte Sitzplätze. Sichtbare Speisekarten, effiziente Arbeitswege für das Personal, langlebige Materialien und eine einfache, wiedererkennbare Markenkonsistenz sind ebenfalls zu beachten. So entsteht auch mit kleinem Budget ein professionelles Café, wenn jede Designentscheidung einen klaren geschäftlichen Zweck erfüllt.
Häufige Fragen
Wie kann ein deutsches Café seine Inneneinrichtung mit einem kleinen Budget verbessern?
Zuerst sollten Layout, Licht, Theke und Sitzplätze betrachtet werden. Diese Elemente sind erst einmal wichtiger als die reine Dekoration, weil sie die Abläufe im Café und die Umsätze stärker beeinflussen. Danach geht es an Wandgestaltung, Pflanzen und Branding-Elemente.
Welche kostengünstigen gestalterischen Änderungen bewirken in einem kleinen Café die größte Wirkung?
Eine klar gestaltete Menütafel kostet nur wenig Geld und hilft dabei, den Kunden einen schnellen Überblick über aktuelle Speisen zu geben. Ebenfalls interessant sind eine bessere Thekenbeleuchtung oder flexible Zweiertische. Eine sichtbare Produktpräsentation und aufgeräumte Selbstbedienungspunkte sorgen häufig für mehr Umsatz.
Welche gestalterischen Entscheidungen lassen ein schmales oder kleines deutsches Café geräumiger wirken?
Die Möbel sollten proportional gewählt werden und den Raum nicht erdrücken. Helle Wandfarben, Spiegel und schlanke Tische helfen dabei, das Café größer wirken zu lassen. Eine Reduktion der Elemente ist wichtig, damit der Raum nicht unruhig und vollgestellt wirkt.
Welche erschwinglichen Verbesserungen bei der Beleuchtung sorgen dafür, dass sich ein Café wärmer und einladender anfühlt?
In den Sitzbereichen bieten sich warme Leuchtmittel an, an Theke und Vitrine sollte helleres Licht verwendet werden. Zusätzliche Atmosphäre schafft ein gezielter Einsatz von Pendelleuchten; die verbessern auch die Produktwirkung. Wichtig ist die Umsetzung eines einheitlichen Beleuchtungskonzepts im ganzen Café oder bei einer Kette sogar über mehrere Cafés hinweg.
Wie lassen sich durch Änderungen der Raumaufteilung zusätzliche Sitzplätze schaffen, ohne den Personal- oder Kundenfluss zu behindern?
Die Optimierung der Raumaufteilung kann zum Beispiel durch Wandbänke, Fenstertheken, Barhocker und kleine Tische erfolgen, die bei Bedarf zusammengestellt werden können. Die Laufwege zur Theke, zur Eingangstür, zu den Toiletten sowie zur Abholung müssen aber frei bleiben.
Welche Bodenbeläge eignen sich für Cafés mit knappem Budget in Deutschland?
Die Bodenbeläge sollten rutschhemmend und einfach zu reinigen sein. Hier empfehlen sich zum Beispiel Vinyl in Objektqualität, Fliesen oder versiegelter Beton, sofern sie für den jeweiligen Bereich die passende Rutschhemmung erfüllen. Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.5 arbeitet mit Bewertungsgruppen von R9 bis R13; je nach Bereich, Nässe- und Verschmutzungsrisiko können unterschiedliche Klassen erforderlich sein. Nicht jeder Vinylboden oder versiegelte Beton ist automatisch geeignet, daher sollten Café-Betreiber die ausgewiesene R-Klasse vor dem Kauf prüfen.


